Zyklon-Opfer warten auf Hilfe - Erstes Flugzeug gelandet
publiziert: Donnerstag, 8. Mai 2008 / 07:01 Uhr / aktualisiert: Freitag, 12. Nov 2010 / 13:59 Uhr

Rangun - Ein erstes Flugzeug der UNO ist mit Hilfsgütern für die Opfer der Wirbelsturmkatastrophe in Rangun gelandet. Drei weitere Flüge seien für den Morgen geplant, sagte ein UNO-Sprecher in Bangkok.

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Hilfsorganisationen und das Ausland verstärkten den Druck auf die Militärjunta, die Grenzen zu öffnen, um so viel Hilfe wie möglich ins Land zu lassen. UNO-Untergeneralsekretär John Holmes beklagte, dass viele UNO-Mitarbeiter nach wie vor auf Einreisegenehmigungen warteten. Mehrere asiatische Länder haben bereits mit der Lieferung von Hilfsgütern begonnen.

Unterdessen haben die Militärmachthaber Birmas einem thailändischen General zufolge dem US-Militär gestattet, Hilfsgüter in das verwüstete Land zu fliegen.

Vermittlung Thailands

Dies sei das Ergebnis von Beratungen, die auf Vermittlung Thailands zustande gekommen seien, sagte der Oberkommandierende General Boonsrang Niumpradit der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Vertreter der US-Botschaft bestätigte die Einigung.

Hilfsorganisationen und das Ausland haben den Druck auf die Militärjunta verstärkt, die Grenzen zu öffnen, um so viel Hilfe wie möglich ins Land zu lassen.

Bis zu einer Million verzweifelte Zyklon-Opfer warten in Birma auf internationale Hilfe. Die Menschen in der verwüsteten Küstenregion im Süden des Landes sitzen ohne Trinkwasser und Nahrung auf den Trümmerbergen ihrer Häuser und warten, berichtete ein BBC-Fernsehreporter. Ihm war es gelungen, ins Land zu reisen und eine Kamera in das Katastrophengebiet zu schmuggeln.

Ortschaften ausradiert

Auch die örtlichen Behörden gehen mittlerweile von zehntausenden von Toten aus. Allein im Bezirk von Labutta werde mit 80'000 Toten gerechnet, sagte ein Armeevertreter der Nachrichtenagentur AFP. Die Stadt Labutta liegt im Irawadi-Delta, dem Zentrum der Verwüstungen durch Zyklon «Nargis». Dutzende der 63 Ortschaften rings um die Stadt seien ausradiert, sagte der Armeevertreter.

Die Militärjunta hatte bislang von mehr als 22'000 Toten und rund 41'00 Vermissten gesprochen. Hilfsorganisationen gehen von bis zu 100'00 Sturmtoten aus.

«Hier ist eine echte Revolution gefordert», sagte ein Diplomat in Rangun. «Nötig wäre eine Öffnung des Landes, die es in dem Ausmass hier noch nie gegeben hat.» Es blieb zunächst unklar, ob das Regime zu der Kooperation bereit sei.

(ht/sda)

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