Zyklon «Yasi» trifft mit voller Wucht auf Australien
publiziert: Mittwoch, 2. Feb 2011 / 17:21 Uhr
Meterhohe Wellen krachten an die Strände.
Meterhohe Wellen krachten an die Strände.

Sydney - Mit gewaltiger Kraft ist der Zyklon «Yasi» am Mittwoch auf die Nordostküste Australiens getroffen. Der Wirbelsturm deckte Dächer ab, entwurzelte Bäume und liess in zehntausenden Häusern den Strom ausfallen.

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Die Behörden rechneten mit erheblichen Schäden und möglicherweise sogar Todesfällen. Zuvor hatten sich zehntausende Bewohner der Küste von Queensland in Sicherheit gebracht.

Das Wetteramt erklärte, das Auge des Sturms habe in der Nähe der Kleinstadt Mission Beach das australische Festland erreicht. Ausläufer mit heftigen Windböen wurden in vielen anderen Städten und Ortschaften registriert.

Meterhohe Wellen krachten an die Strände. In weiten Teilen des Küstengebietes fiel am späten Mittwoch der Strom aus. 150'000 Haushalte waren nach Behördenangaben ohne Strom. Ingenieure warnten, dass selbst besonders stabile, speziell gegen Stürme gesicherte Häuser von der Wucht der Winde zerrissen werden könnten.

«Yasi» sollte den Meteorologen zufolge Windgeschwindigkeiten bis 300 Kilometer pro Stunde erreichen. Er wurde in die höchste Kategorie Fünf eingestuft. «Yasi» ist damit vergleichbar mit dem Hurrikan «Katrina», der im Jahr 2005 New Orleans verwüstete.

300'000 Menschen betroffen

Die grösste Gefahr durch «Yasi» bestand den Einschätzungen zufolge für einen 240 Kilometer langen Küstenstreifen zwischen der Stadt Cairns und der Ortschaft Ingham. In dem Gebiet leben rund 300'000 Menschen. Auch Schäden am Great Barrier Reef wurden befürchtet. Die Region war bereits 2006 vom Zyklon «Larry» verwüstet worden.

Die Stadt Cairns hat für seine 122'000 Einwohner sieben Notunterkünfte eingerichtet. Fünf waren bereits am frühen Morgen voll, und die Polizei wies weitere Ankömmlinge ab. Aus Cairns wurden hunderte Patienten mit Helikoptern in andere Spitäler gebracht.

Küstenbewohner wurden aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Einwohner, die bleiben wollten, deckten sich mit Generatoren, Campingausrüstung und Notrationen ein.

Der Sturm hatte sich in der Nähe der Fidschi-Inseln gebildet und dort auch seinen Namen erhalten. Auf seinem Weg über den Pazifik an die australische Küste hat «Yasi» gewaltige Energie aufgenommen; ein Grund ist das derzeit rund 30 Grad warme Wasser des Ozeans.

(ht/sda)

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