Medikamente sind Kostentreiber
comparis.ch rechnet mit teuren Prämien 2014
publiziert: Dienstag, 10. Jul 2012 / 07:58 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 10. Jul 2012 / 10:44 Uhr
Die Prämien für die obligatorische Versicherung dürften unter 3 Prozent steigen, wie comparis.ch am Dienstag mitteilte.
Die Prämien für die obligatorische Versicherung dürften unter 3 Prozent steigen, wie comparis.ch am Dienstag mitteilte.

Zürich - Der Internetvergleichsdienst comparis.ch rechnet mit leicht höheren Krankenkassenprämien für 2013. Die Prämien für die obligatorische Versicherung dürften unter 3 Prozent steigen, wie comparis.ch am Dienstag mitteilte. Deutlicher ansteigen könnten die Prämien 2014.

4 Meldungen im Zusammenhang
Je nach Region und Krankenkasse dürften die Unterschiede für 2013 aber beträchtlich sein, schreibt comparis.ch in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Prämienerhöhung könne für einzelne Versicherte auch deutlich höher als 3 Prozent ausfallen. Ein Vergleich lohne sich daher.

Gemäss dem Internetvergleichsdienst sind die Voraussagen ohnehin mit grossen Unsicherheiten behaftet. Eine genaue Berechnung der Prämienerhöhung sei erst möglich, wenn die Prämien der Krankenkassen für das kommende Jahr vorlägen.

Viele Unklarheiten

Wegen des relativ geringen Kostenwachstums im Gesundheitswesen geht comparis.ch aber von einem moderaten Prämienanstieg aus. Auch hier gibt es noch Unklarheiten, weil die Spitäler wegen des Systemwechsels zur neuen Spitalfinanzierung mit den Abrechnungen im Verzug sind und viele Tarife erst provisorisch gelten. Zudem könnten die Krankenkassen in diesem Jahr ihre knappen Reserven aufstocken, schreibt comparis.ch.

Je nach Verhalten der Krankenkassen und Ausgang der Tarifverhandlungen könnte 2014 ein eigentlicher Prämienschock folgen. Eher langfristige Auswirkungen haben dürften der politische Streit um die Medikamentenpreise und die Aufhebung des Zulassungsstopps für Ärzte. Gemäss dem Internetvergleichsdienst verursachen mehr Ärzte in der Regel nämlich auch höhere Kosten.

Dieses Jahr sind die Krankenkassenprämien im Durchschnitt um moderate 2,2 Prozent gestiegen - allerdings ebenfalls mit grossen regionalen Unterschieden. Die Gesundheitskosten wuchsen weniger rasch als in anderen Jahren. Grund dafür waren nicht zuletzt die gesenkten Labortarife und tiefere Medikamentenpreise.

Pharma als Kostentreiber

Die Medikamentenpreise identifiziert das Gesundheitsobservatorium (Obsan) als einen der grossen Kostentreiber im Gesundheitswesen. Zwischen 1998 und 2010 hatten die Kosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung teuerungsbereinigt um fast ein Drittel auf 22 Milliarden Franken zugenommen, wie das Bundesamt für Statistik am Dienstag mitteilte.

Am stärksten waren dabei die Kosten für Medikamente und Material angestiegen, nämlich um 4,9 Prozent pro Jahr. Markant war auch das Kostenwachstum bei den ambulanten Behandlungen, während die Ausgaben für stationäre Behandlungen weniger stark angestiegen sind.

(knob/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Versicherungen Bern - Die Krankenkassenprämien dürften nächstes Jahr nur geringfügig ... mehr lesen
2013 waren die Prämien um 1,5 Prozent gestiegen.
Für 2014 wird ein Prämienanstieg um 2 Prozent erwartet.
Bern - Der Internetvergleichsdienst ... mehr lesen
Versicherungen Bern - Im Herbst steigen die Krankenkassenprämien vorerst moderat: Der Dachverband der Krankenkassen, santésuisse, geht von einem Anstieg von durchschnittlich zwei bis drei Prozent aus. Eine unerfreuliche Überraschung könnte aber die Prämienrunde 2014 bringen. mehr lesen 
Glücklicherweise...
muss man keine Krankenkasse, Steuern etc. mehr bezahlen wenn man gezwungen wird Schwarzarbeit zu verrichten, weil man kein Arbeitslosengeld erhält, obwohl man 25 Jahre lückenlos einzahlte. Noch besser allerdings ist, dass mit dem gesparten Steuergeld viel mehr Urlaub drinliegt. Und wenn Schwarzarbeit aus Notwehr verrichtet wird, kann von den Behörden nichts dagegen unternommen werden, sofern die Schwarzarbeit die Integrität, Unabhängigkeit und Sicherheit der betroffenen Familie gewährleistet. Daher interessiert eine Prämienerhöhung wenig bis gar nicht.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Ein neuer optischer Sensor könnte verwendet werden, um Konzentrationen des Virus an stark frequentierten Orten zu messen.
Ein neuer optischer Sensor könnte verwendet ...
Publinews Coronavirus in der Luft nachweisen  Dübendorf, St. Gallen und Thun - Einem Team von Forschern der Empa, der ETH Zürich und des Universitätsspitals Zürich ist es gelungen, einen neuartigen Sensor zum Nachweis des neuen Coronavirus zu entwickeln. Er könnte künftig eingesetzt werden, um die Virenkonzentration in der Umwelt zu bestimmen - beispielsweise an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten oder in Lüftungssystemen von Spitälern. mehr lesen  
Publinews Nahrungsergänzungsmittel erfreuen sich seit Jahren hoher Beliebtheit bei den Deutschen. Der Trend, Nahrungsmittelergänzungsmittel zu verwenden, stammt aus den USA. In den USA finden sie bereits seit Jahren regelmässigen Einsatz und werden täglich benutzt. mehr lesen  
Publinews    Wenn man von optimaler Begleitung von Schulkindern spricht, denken wohl die wenigsten Menschen an einen Schulthek. Der Inbegriff der Begleitung liegt immer noch im Mutter- oder Vaterbegriff begraben. mehr lesen  
Der Sehsinn gilt als wichtigster Sinn des Menschen. Rund 90 Prozent aller Umwelteindrücke hängen von den Augen ab. Trotzdem steigt die Anzahl an fehlsichtigen Menschen seit einigen Jahren auf der ganzen ... mehr lesen
Wie man die Zukunft sieht...
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 13°C 21°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 16°C 20°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wechselnd bewölkt
St. Gallen 13°C 19°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass bedeckt, wenig Regen
Bern 13°C 20°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wolkig, aber kaum Regen
Luzern 13°C 22°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Genf 15°C 22°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wechselnd bewölkt
Lugano 16°C 23°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt mit Gewittern gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten