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economiesuisse will BVG-Umwandlungssatz senken
publiziert: Mittwoch, 6. Jan 2010 / 13:50 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 6. Jan 2010 / 20:23 Uhr

Bern - Die Renten in der zweiten Säule sollen sinken, damit sie sicher bleiben. Mit dieser Losung hat der Wirtschaftsdachverband economiesuisse in Bern seine Kampagne für die Eidgenössische Abstimmung vom 7. März lanciert.

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Die veränderte Lebens- und Renditeerwartung sei «eine lapidare mathematische Tatsache» betonte Gerold Bührer.
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Die heutigen Renten seien zu hoch, wenn die steigende Lebenserwartung und die heutigen Renditen berücksichtigt würden, hielt der Verband an einer Medienkonferenz fest. Deswegen setzten sich die Wirtschaftsverbände, Pensionskassen und Arbeitnehmervertreter der Vorsorgeeinrichtung für ein Ja zur Anpassung des BVG-Mindestumwandlungssatz ein.

Die Verbände argumentierten mit dem Schlagwort der Rentensicherheit: Um die Renten der zweiten Säule langfristig «für alle Generationen» zu sichern, sei die Senkung des Umwandlungssatzes unabdingbar. Vorgesehen ist eine schrittweise Senkung von heute 7 auf 6,4 Prozent. Mit dem Satz wird vom Alterskapital in der zweiten Säule die Rente berechnet.

Die Abstimmung zum Umwandlungssatz findet am 7. März statt. Das Referendum gegen die Senkung haben die Konsumentenpresse, Gewerkschaften und linke Parteien ergriffen. Sie haben 122'757 gültige Unterschriften gesammelt. Der Bundesrat verteidigt die Massnahme.

Kritik der Gewerkschaft Unia

Die Gewerkschaft Unia wirft economiesuisse und den Arbeitgebern vor, mit Rentengeldern ihre Kampagne für die Senkung des Umwandlungssatzes zu finanzieren.

Das Geld, das im Hinblick auf die Referendumsabstimmung vom 7. März ausgegeben werde, stamme zum grössten Teil von Versicherungsgesellschaften, schreibt die Unia in einer Stellungnahme. Die Fäden gezogen habe economiesuisse-Präsident Gerold Bührer, der auch Vizepräsident der Versicherung Swisslife ist.

Auf Anfrage bestätigte economiesuisse, dass sich die Versicherungen an der Kampagne beteiligten. «Sie schiessen etwas ein», sagte Sprecher Vincent Simon auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, ohne aber genaue Zahlen zu nennen. Diese würden grundsätzlich nicht veröffentlicht.

(smw/sda)

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