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Thema: Breivik-Urteil fällt am 24. August

Breivik entmenschlichte sich mi Killergames
Breivik sieht sich als unschuldig. Er sieht sich als Soldat der für eine „höhere Sache“, auch für die Religion, 77 Menschen, "Feinde", ermordet hat. Er sagte, er sei ein Soldat, der Norwegen vor einer falschen Ausländerpolitik habe schützen wollen. Die Psychiater in Oslo streiten sich nun, ob Breivik bösartig, geisteskrank oder mehr oder weniger voll „zurechnungsfähig“ ist. Die Staatsanwaltschaft in Oslo fordert Breivik als „unzurechnungsfähig“ einzustufen.

Die Frage, ob ein Mensch der tötet normal oder verrückt ist hat Ärzte schon früher beschäftigt. Sigmund Freud postulierte einen biologisch verankerten Destruktion- und Aggressionstrieb und sogar einen Todestrieb im Menschen. In seinem Briefwechsel mit Albert Einstein „Warum Krieg“ schrieb er Einstein, „die Tötung des Feindes befriedige eine triebhafte Neigung“. (Albert Einstein, Sigmund Freud, Warum Krieg? Briefwechsel 1932)

Andere Forscher nehmen an, ein Destruktion- und Todestrieb sei kein biologisch verankerter Trieb oder ein Instinkt im Menschenwesen wie Freud dies annahm. Destruktion- und Todestriebe würden sich im Laufe des Lebens entwickeln, sie seien lebensgeschichtlich durch negative Einflüsse erklärbar. Diese Wissenschaftler argumentieren, in der Regel würden Menschen miteinander kooperieren und hätten einen ausgeprägten Lebenstrieb, nicht einen Todestrieb.

Die Mordtaten von Breivik haben vielfache Ursachen nehme ich an, die in seiner Kindheit und Jugend liegen, in seinem Umfeld in der er aufgewachsen und beeinflusst wurde, auch in seiner Isolation.

Breivik hat sich auch mit Computerspielen und Übungen am Schiesstand akribisch auf seine Bluttaten vorbereitet. Er spielte "Modern Warfare", ein Killergame. Dabei kann der Spieler wie ein Scharfschütze Gegner mit einem Zielfernrohr im Fadenkreuz erfassen. In diesen Games werden auch Feindbilder gepflegt, es wird gegen Islamisten gekämpft usw. (Rudolf Hänsel, Game over!, Wie Killerspiele unsere Kinder manipulieren“, Kai Homilius Verlag 2011)

Killergame werden aber auch nach der Breivik-Mordserie nicht verboten. Das Milliardengeschäft mit diesen Games ist zu gut um es zu verbieten.

Trotzdem wäre es wichtig diese Killergames generell zu verbieten. Schon der Amokläufer in Erfurt hatte bekanntlich seine Erschiessungen vor zehn Jahren mit Computer-Spielen wie "Counterstrike" geübt, er hatte gar nicht so oft im Schiessstand gestanden. Der ehemalige US-Militärpsychologe Dave A. Grossmann hat darauf hingewiesen, dass ähnliche, aber eher weniger brutale Spiele wie "Counterstrike" von der US-Armee benutzt werden. Die Army benutzt diese "Spiele" um Teenager zu trainieren, die die Absicht haben in die Armee einzutreten. Jugendliche lernen in diesem militärischen Vorunterricht, mit diesem Armeematerial, Menschen virtuell zu töten. Nach dem Fall Breivik sagte Grossmann: "Wann verstehen wir endlich, dass Killergames Massenmord-Simulatoren sind."
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Die Redaktion wird sich den Kommentar ansehen und entscheiden, wie damit zu verfahren ist.


7 Kommentare
· Breivik entmenschlichte sich mi Killergames
· Allgemeine Verblödung
· TV, Killergame, Norwegen im Krieg
· Lieber Midas!
· Kranke Gesellschaft
· Disney
· Todesstrafe
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