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Thema: Schweigemarsch für Brüsseler Gewaltopfer

Einverstanden!
Genauso ist es.
Nur in einem Punkt bin ich nicht einverstanden. Es ist nicht der "falsche Täterschutz", es ist das lasche Jugendstrafrecht in unserem Land.
Vor lauter Reintegrationsbemühungen hat man im Bereich der Jugendstrafen den eigentlichen Nutzen der Strafe vergessen. Man geht - in meinen Augen fälschlicherweise - davon aus, dass gerade bei einem jugendlichen Ersttäter eine sog. "Massnahme" mehr Erfolg bringen würde, als eine Freiheitsstrafe.
Gerade bei diesen jugendlichen Tätern ist das ein komplett falsches Signal.
Wir waren alle einmal Jugendliche. In diesem Alter gehört einem noch die Welt und Selbstkritik ist gerade bei jungen Männern aufgrund des Missverhältnisses von Hormonspiegel und Weisheit eine Mangelware. In dieser Phase hätte eine harte Bestrafung deutlich mehr Erfolg als die Methode "Auge zudrücken".
Aber irgendwie sind Kinder und Jugendliche in diesem Land etwas (schein-?)heiliges. Man will ja nicht derjenige sein, der ein junges Leben an der Entfaltung hindert. Wohin diese Haltung geführt hat, die bei Kleinstkindern beginnt, bis in die späte Jugend anhält und dann irgendwo im Sand der "jetzt ist er ja selbst verantwortlich" verläuft, kann man ja sehen.
Will heissen: heute werden Jugendliche anstatt erzogen, unter eine Glocke der Narrenfreiheit gesetzt. Gesellschaftliche Korrekturfaktoren, wie es sie früher noch gab, als die Mobilität und die Vernetzung der Kommunikation noch gering war, gibt es nicht mehr. Vor allem werden heute Männer in der Schule bereits nicht ernst genommen (sind ja auch kaum mehr Männer unter den Lehrern) oder - wie Sie sagen - als Frauen (mit Penis) behandelt. Da wird versucht, Männern weibliche Verhaltensmuster aufzuzwingen und geglaubt, man könne die hormonell bedingte Aggressivität der jungen Männer dadurch aus der Welt schaffen, indem man sie nötigt, Differenzen auszudiskutieren... ihre natürliche Aggressivität wird ihnen als Schwäche angerechnet.
Wir hatten damals noch die Gelegenheit, im Sandkasten eine Streitkultur zu entwickeln. Kleinkinder haben nämlich die angenehme Eigenheit, sich gegenseitig auch im ärgsten Streit nicht halbtot zu schlagen. Dort aber lernen Kinder ihre Aggressivität kennen und lernen auch, damit so umzugehen, dass auch im jugendlichen Alter im Streitfall keine Ambulanz einfahren muss.
Wir hatten zu unseren Zeiten des jungen-Erwachsenseins viel öfters Handgreiflichkeiten. Viel öfter, als sie heute stattfinden. Ich kann mich aber beim besten Willen nicht erinnern, dass jemand dabei schwer verletzt worden war. Es wäre schlicht keinem in den Sinn gekommen, seinen Kontrahenden ins Koma zu prügeln oder ihm den Schädel einzuschlagen. Dazu hatten sogar die übelsten Gestalten zuviel Respekt vor dem Leben.
Wenn Sie also sagen, man müsse den "Dreck von der Strasse holen", dann sollten Sie bedenken, dass dieser "Dreck" nun einfach das Produkt einer falschen Doktrin ist.
Ihr Kommentar zum Beitrag von keinschaf:
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5 Kommentare
· Belgisation
· Was soll das?
· Einverstanden!
· Falsch!
· Tscha. Midas, wa soll das?
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