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Thema: Warum Fakten egal sind... für Konservative

Fakten und Erkenntnisse der Wissenschaft
sind keine Fragen von Mehrheiten.

Was ist der Unterschied zwischen Klimawissenschaftlern, die an einen menschgemachten Klimawandel glauben (bzw. glauben, sie hätten Belege dafür) und Klimawissenschaftlern, die das nicht glauben?

Nur die Anzahl.
Die Mehrheit behauptet und der Rest gilt als Ketzer. So war das schon zu Zeiten, als die Wissenschaften noch in den Klöstern vermittelt wurde. Was anerkannt war, galt als kanonisch, der Rest als apokryph. Und wer bestimmte, was "anerkannt" war? Der die Macht dazu hatte, dies zu bestimmen.
Ich sehe nicht den geringsten Unterschied zu heute.

Heute gilt als Ketzer, wer nicht an die Evolution glaubt. Dabei ist sie nur eine Theorie - aus dem vorletzten Jahrhundert notabene.
Heute gilt als Ketzer, wer nicht an den Urknall glaubt. Auch dieser ist nur eine Theorie.
Seit neustem gilt auch als Ketzer, wer nicht an den Klimawandel glaubt. Und das, obwohl bis 1970, als der Club of Rome dies zur neuen Religion erklärte, überhaupt kein Bewusstsein für Klimabeeinflussung und Umwelt vorhanden war. Seither hatten wir Waldsterben, sauren Regen, drohende Eiszeiten... und jetzt droht gerade trendy der Treibhauseffekt.
Atmen und Furzen von Säugetieren unerwünscht.

Früher galt als Ketzer, wer an die Gravitation glaubte. Heute ein Bestandteil der Physik-Grundlagen.
Früher galt als Ketzer, wer es wagte zu bezweifeln, dass die Erde der Mittelpunkt des Solarsystems sei. Es wurden gar Apparate gebaut, die die Argumente der Gegner auf komplizierte Weise entkräften und dabei die "Himmelsmechanik" veranschaulichen sollten.
Man könnte noch einige Beispiele nennen.

Auch heute gibt es vielerorts komplizierte Theorien, mit denen Behauptungen bewiesen werden sollen, die sich auf andere Weise viel einfacher und naheliegender erklären liessen. Gutes Beispiel dafür ist die Klimahysterie. Eine sehr junge Wissenschaft, hinter der sehr viel finanzielle Interessen stecken. Da tut gut, wer mit "Fakten" vorsichtig umgeht.

Warum sollte die Vorstellung einer Verschwörung 1000er Wissenschaftler irrational sein? Geld schmiert gut und für ein bisschen Rampenlicht verkauft manch einer seinen Stolz. Ausserdem, was ist mit den 100en Wissenschaftlern, die das Gegenteil behaupten? Die müssten ja entweder alle ebensolche Verschwörer sein oder einfach dümmer als die anderen?
Wer entscheidet denn, welche Gruppe die dummen sind? Die Mehrheit? Wissenschaft ist eben keine Frage von Mehrheiten.

Es wird ja ebenso behauptet, die weltweit verbreiteten Atomkraft-Befürworter würden von einer ominösen "Lobby" geschmiert. Also doch ein Verschwörungsglaube, diesmal von der anderen Seite? Da haben Sie ja auch keine Mühe mit der "Irrationalität".

Und was die Differenz von "Gebildeten" und "Ungebildeten" betrifft: der grösste Teil der sogenannt "Gebildeten Bevölkerung" kennt sich auch nur gerade in dem Gebiet ein wenig aus, das sie studiert haben. Was nützt Ihnen die Feststellung, dass ein Philosoph oder Geograph oder Jurist mit Hochschulabschluss FUER einen Atomausstieg ist? Was wissen denn diese Leute mehr darüber, als ein Turnhallenabwart? In mindestens 95% des Bildungsbereichs, der unterrichtet wird, sind fast alle Bürger "ungebildet".

Und da wären wir wieder beim Atomausstieg. Die "Ketzer" in meinen Augen - oder sagen wir lieber: die Abergläubischen von heute, die in einer Umgebung aufwachsen, in der jeder zweite Handgriff in irgendeiner Weise von der Verfügbarkeit elektrischen Stroms abhängen, glauben tatsächlich, man könnte die Dinger, die uns diesen Strom seit 40 Jahren liefern, einfach mal abschalten und dann schauen wir dann weiter. Die Forschung wird's dann schon irgendwie richten. Und sonst schauen wir halt.
Nehmen Sie's mir nicht übel, aber das ist für mich das herausragendste Beispiel negierter Fakten.
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Die Redaktion wird sich den Kommentar ansehen und entscheiden, wie damit zu verfahren ist.


9 Kommentare
· Und noch was:
· Seltsam
· Sie meinen den numerus clausus
· wer im Glashaus sitzt...
· Fakten und Erkenntnisse der Wissenschaft
· Krisen
· Crisis? What crisis?
· Frage der Religion
· warum ist egal
Mitreden
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Die Kirche inmitten Lausannes.
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Lausanne: Asylsuchende wollen nicht in Zivilschutzbunkern leben Lausanne - In Lausanne haben rund 200 Menschen am Dienstagabend ihre Solidarität mit ... 3
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