Thema:
Jedes vierte Opfer in Familie wird mit Armeewaffe getötet
Donnerstag, 11. Februar 2010 00:10 Uhr
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Midas aus Kinshasa (2517 Kommentare seit Di, 04.11.2008)
Vielleicht wurde das Recht auf Waffen durch unsere miese Gesellschaft verwirkt. Kann durchaus sein. Die Gefahr ist aber der Mensch.
Die Schweiz ist ein Land mit einer Milizarmee. Das heisst das in der Schweiz sehr viele mit der Waffe ausgebildet sind und dass der Staat uns eine Grundvertrauen entgegenbringen muss. Wie in vielen Sachen will man hier wegen ein paar Wahnsinnigen 99 % der anderen abstrafen.
Haben Sie schon von dem Gerichtsfall des Zürcher Tieranwaltes gehört Steson? Geht für mich in die gleiche Sparte von Volksverblödung und Volksbevormundung.
Da wurde eine Fischer wegen Tierquälerei angezeigt, weil er lange mit einem Hecht an der Angel gekämpft hat. Solche Hirnlosigkeiten kann man mittlerweile jede Woche lesen. Fischen darf man nicht mehr, Cervelat Feuerchen irgendwo am Fluss darf man auch nicht mehr machen. Etc. etc. Jeden Tag schützt der Staat mich und andere vor sich selbst. Am besten noch Helmpflicht für Fussgänger.
Ich und viele andere meiner Generation dürften eigentlich gar nicht mehr am leben sein. Velofahren ohne Helm, 180 km/h auf der Autobahn in Fahrzeugen ohne ESP, ohne ABS, ohne 8 Airbags und dann noch mit einem richtigen Autotelefon in der Hand. Dazu überall Waffen und Munition. Ueberall wurde geraucht, CO2 Feuerchen am Fluss, ja sogar Grünabfälle haben wir verbrannt. Ein Junge ging noch mit einem "groben" Sackmesser in die Schule und den ersten Schnaps hatte man mit dem Vater. Mit dem zusammen habe ich bestimmt auch so an die 10 Hechte in der Limmat gequält. Mit 16 sind viele in den Jungschütz und haben das Gewehr gleich mit nach Hause genommen. Wenn wir uns prügelten war Schluss so bald einer am Boden lag oder die Standardfrage "gisch uuf" mit einem Ja beantwortete.
Dann gingen wir in die Armee, die wir hassten. Nicht weil wir überzeugt waren oder wollten. Nein, aus vier Gründen: 1. Weil es einfach eine Pflicht war 2. Weil es ansonsten Knast gab 3. Weil wir für unsere Umgebung und Eltern (damals) keine Zivi-Weicheier sein wollten und 4. weil wir zu doof waren bei der Musterung auszuscheiden. Die Armee war Scheisse. Was aber gut war und mein Leben prägte war das Soziale. Zum ersten mal in meinem Leben musste ich mich mit 16 Fremden aus allen Schichten in einem Zimmer unterordnen.
Wer sich zum Teil oben auch "erkennt", soll sich bitte melden ; )
Bis auf die Mode wünscht man sich fast die 70er oder 80er Jahre wieder zurück, als man davon ausging dass jeder noch mit einem Hirn rumläuft.
Was jetzt als Kriminelle draussen rumläuft ist der Zuchterfolg von zwei Komponenten: Ständige Bevormundung und Verbote in allen Lebenslagen dazu gleichzeitig keine oder einer antiautoritären Erziehung.
Es braucht heute schon einen Waffenerwerbsschein und einen Waffentragschein mit Prüfung. Leute die Morden werden sie auch mit einer Abschaffung des Rechts auf Waffen nicht beeindrucken.
Wenn Sie Waffen verbieten wollen, dann bitte auch den Alkohol. Der führt nämlich dazu dass Menschen, auch in Ermangelung einer Schusswaffe, mit Hammer, Stange, Messer oder Fäusten morden. Ich glaube die Schweiz hatte wahrscheinlich mehr Todesfälle durch Schläger als Waffen letztes Jahr. Die Verzweiflungstat der Familienmorde wurde schon immer mehrheitlich mit Schusswaffen, nicht nur Armeewaffen sondern auch Jagdgewehre, ausgeführt. Das liegt in der Art dieser Verbrechen.
Eine Zero-Vision für alle Lebenslagen gibt es nicht. Davon das Schusswaffen wirklich ein Problem wären, noch dazu bei all diesen Armeewaffen im Umlauf, ist die Schweiz weit entfernt.