Thema:
Cannabis: Schmerzlindernde Wirkung bewiesen
Donnerstag, 16. August 2012 07:16 Uhr
Lang aber interessant und vor allem informativ !
AtzeSmoke aus Bad Marienberg (1 Kommentare seit Do, 16.08.2012)
Ich rauche leidenschaftlich Cannabis. Ich trinke so gut wie keinen Alkohol, GANZ selten mal ein Bier z.B. beim Essen im Restaurant. Konsumieren tu ich es, weil ich es gerne tu, schon seit vielen Jahren, und bin heute auch nicht dümmer wie im Alter von 15/16 Jahren. Nun bin ich 30 und muss mir allerdings eingestehen das dies ein Fehler war, denn ich bin der Meinung man sollte es nicht unter 18 tun und legalisieren, in dieser Zeit ist es wichtig als junger Mensch immer fit zu sein um einen guten Weg ins Leben einzuschlagen, und nicht breit rumhängen. Aber ich kann die Zeit leider nicht zurück drehen. Habe aber trotzdem einen recht guten Realschulabschluss.
Die Ausbildung zum Koch musste ich damals gesundheitsbedingt abbrechen (Hautkrankheit), dann gab es eine heftige Veränderung in meinem Leben, durch einen schlimme Vorfall in der frühen Kindheit, harte prägende Erfahren in der Jugend (div. Kleindelikte, Pgh selbst schuld), und mehrere schlimme Vorfälle zwichen meinen Eltern (Vergewaltigung, versuchter Mord) im Alter vom fast 15. bis zum Ende des 17. Lebensjahr, 3 Monate bevor ich meinen ersten epileptischen Anfall erlitt. Denn zu diesem Zeitpunkt ist mein Vater endlich ausgezogen und die Scheidung folgte.
Es folgte eine Zeit in der ich erstmal gar keine Drogen mehr konsumierte (davor auch gelegentlich mal etwas XTC, Speed), in dieser Zeit hatte ich teilweise bis zu 7..8 oder 9 Anfälle im Monat und war dauerhaft arbeitsunfähig. Desweiteren leide ich an einer stark ausgeprägten Art von Epilepsie. Dann war ich gezwungen in die Erwebsunfähigkeit zu gehen und bezog Rente, und das mit knapp 18 Jahren!! Zeit mit Suizid, Borderline etc.folge durch zu starke psychische Störung, auch aktuell noch in Behandlung. Im Alter von fast 23 Jahren wurde die erwerbsunfähigkeit aberkannt. Täglich habe ich eine sehr hohe Medikation an Antiepileptika und regelmäßig Diazepam und Mittel gegen Schlafstörung und Alpträume.
Wenn ich Cannabis konsumiere, benötige ich so gut wie kein Diazepam und gar keine schlafsteigernden Mittel !!! Die Antiepileptika nehmen ich weiterhin, allerdings vergesse ich es regelmäßig. Schon allein die Nebenwirkungen sind angsteinflößend, Schlaganfall, Impotenz!!, Herzprobleme, und viele weitere, trrotzdem habe ich so gut wie keine Anfälle mehr. An Tagen wo es mir kreislaufmäßig nicht gut geht und ich zu starke körperliche Unruhe spüre würde ich normalerweise 10mg Diazepam einnehmen, oder auch nach einem Anfall. Ich rauche nicht täglich und wenn ich in solchen Momenten etwas Cannabis oder Hasch zur Hand habe, und einen rauchen kann brauch ich kein Diazepam, auch die Anzahl der Anfälle ist so stark zurück gegangen und die Anfälle sind nicht mehr so extrem wie die ersten 4-5 Jahre.
Ich bin definitiv für eine Legaliesierung aller Drogen, sogar die Aidshilfe wirbt bereits dafür, ich hasse den ganzen chemischen Mist, würde es auch nicht konsumieren, aber der Krieg Gegen Drogen ist gescheitert, in den Niederlanden ist der Konsum sogar gesunken, durch die Verkaufsverbote in den vielen grenznahen Coffeeshops hat dort die Kriminalätit wieder so stark zugenommen.
Durch Kriminalisierung werden Aufklärung und Behandlung der Drogenkranken behindert und Ansteckungsgefahr im HIV Bereich wird durch die Illegalität von Drogenkonsum gefördert. Wir verschwenden Kosten für Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichtsprozesse und Gefängnisaufenthalten.Kosten für Zeugenschutzprogramme, Observationen und komplizierte Maßnahmen zur Herkunftsbestimmung der Drogen. Obwohl die Drogenkriminalität bisher nicht wirklich gedämpft werden konnte, wenn man es in strenge Überwachung der Vergabe, Reinheitskontrolle, Suchtberatung etc. investieren würde. Sehr viel Geld würde übrigbleiben welches man in viele wichtige Dinge investieren könnte: Außerdem die Produktionsmöglichkeiten mit dem Rohstoff Hanf, der Staat könnte soviel gutes mit dem Geld tun (Falls Angela endlich vom Tron ist) und auch an den Steuern massig verdienen. Deutschland und vielen anderen Ländern könnte es soviel besser gehen. Kolumbianische Bauern erhielten 2008 etwa 450 Euro pro Kilo Kokain, der Ertrag hat sich verhundertfacht. Dagegen erhalten kolumbianische Bauern für ein Kilo Kaffee einen Euro
Überall auf der Welt sterben Menschen durch den Krieg gegen Drogen, in Mexiko sterben Monat für Monat fast 600 Menschen – dreimal so viele wie in Afghanistan, und das durch die Kriminalisierung. Die Mafia sind die schlimmsten in der Drogenkriminalität. Es wird erpresst, entführt und vor laufender Kamera gemordet. Leichenteile werden per Post verschick!!! Menschen erleiden schlimme Schäden durch gestreckte Drogen mit z.T. lebensgefährlichen Zusätzen, z.B. Cannabis mit Blei.
Cannabis ist nicht töglich!!! Es hilft bei vielen anderen Erkrankungen wie MS, Krebs oder Spastiken wie dem Torret Syndrom, auch hilft es bei vielen epilepsie Patienten. Drogensucht muss endlich als Gesundheitsproblem und nicht als Sache des Strafrechts behandelt werden. Es nacht nicht aggressiv wie es wiederum beim Alkohol der Fall ist. Es kann im erwachsenen Alter KEINE Schäden anrichten!!
Zigaretten rauche ich normalerweise täglich...bei Cannabis mach ich oft auch mal Pausen von ein 2 oder auch mal 3 Wochen. Ohne Zigaretten komme ich nicht einen Tag lang aus und schaffe es nicht aufzuhören, es sei denn ich habe etwas geraucht, dann würde ich vermutlich nur dann Zigaretten rauchen wenn ich nichts konsumiere oder vielleicht sogar schaffen endlich damit aufzuhören. Das ist wirkliche Sucht und gefährlich, Cannabis pur wäre nicht mal mehr Tabbak nötig, weil es günstiger verkauft werden könnte als die aktuellen Schwarzmarktpreise, und schon wären die gesundheitlichen Risiken durch Tabbak passè. Wenn ich kiffe, rauche ich keine Zigaretten und würde nicht mal das seltene Bier im Restaurant trinken. In den Momenten verabscheue ich den Kram.
Die Konsequenzen der Drogenbekämpfung sind gefährlicher als die Drogen selbst. Nichts anderes bringt Kriminellen, Terroristen und korrupten Beamten so viel Ertrag und erzeugt so viel Gewalt, Korruption und schlimme Krankheiten.
Nach Jahrzenten langer Drogenpolitik ist radikales Umdenken nötig. Als das Alkoholverbot in den USA Anfang 20. Jahrhunderts immer mehr Opfer forderte, Kriminalität und Banden entstanden, setzten sich einige mutige Politiker für die Entkriminalisierung von Alkohol ein.
Die weltweit steigende Zahl der Opfer, der Terrorismus und die vielen Krankeiten sollten uns überzeugen, im 21. Jahrhundert mit anderen Drogen ebenso mutig zu sein.
Der Globalen Kommission zur Drogenpolitik gehören derzeit 21 Mitglieder an, darunter die ehemaligen Präsidenten Polens, Brasiliens, Kolumbiens, Mexikos und Chiles, der ehemalige EU-„Außenminister“ Javier Solana sowie die ehemalige deutsche Gesundheits-Staatssekretärin Marion Caspers-Merk.