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Thema: Dritte Hochrechnung zeigt knappes Nein zum Gripen

Schuldfrage.
Normalerweise sind die verschiedenen Plattformen so freundlich und schalten meine Kommentare immer frei.
Naja, nicht immer, aber fast immer. Darum habe ich heute umso mehr gestaunt, als dies nicht der Fall war, als ich den Grund für die Gripenablehnung breittreten wollte. Immerhin war das Ergebnis sehr knapp und die Entscheidung dafür ist mit Sicherheit erst in den letzten paar Tagen gefallen. Ich könnte es sogar noch präziser sagen.
Naja, dachte ich mir also, wird wohl nicht auf der redaktionellen Linie liegen, meine Begründung - und deshalb nicht freigeschaltet.
Doch als ich mir dann im Abstimmungsstudio die Diskussionsrunden anschaute, musste ich meine Meinung revidieren. Und zwar just in dem Moment, als man versuchte, mit einer aberwitzigen Twittermeldung einen Erklärungsversuch zu starten, was denn wohl den Ausschlag gegeben hätte.
Das war dann so platt - diese Begründung - dass ich auch platt war. Wenn etwas derart billig daherkommt, dann kann das nur deshalb der Fall sein, weil man die Fährte in eine falsche Richtung lenken will. Aber man hätte es wenigstens etwas besser machen können, so dass man nicht gleich Lunte riecht.:-)

Offenbar spricht man in den Medien hierzulande nicht gerne über NATO und Neutralität der Schweiz.

Stattdessen lässt man jetzt Pazifisten aus dem Armeeabschaffungslager euphorische Ideen spinnen. Die GSoA sieht sich schon als Vorreiter einer neuen Europäischen Abrüstungsoffensive:-)

Nein, da muss ich die Linken leider enttäuschen. Den Ausschlag haben armeefreundliche Kreise gegeben, die es nicht mögen, dass die Schweizer Armee in Krisenzeiten NATO-Manöver unterstützt, wie erst vor wenigen Tagen bekanntgegeben wurde.
Das untergräbt die Neutralität und deshalb wollten es die Plattformen auch nicht thematisiert haben. Es war in den letzten Tagen schlicht nicht möglich, das Thema an der Zensur vorbei anzusprechen.
... hat das EDA ein Rundschreiben gemacht?

Man weiss es nicht. Aber man kann jetzt bezahlte Analytiker beschäftigen, die den "wahren" Grund sicher herausfinden. Am einfachsten wird es sein, Herrn Maurer und der ProGripenKampagne die Schuld in die Schuhe zu schieben.
Er ist ja im wahrsten Sinne hierbei das Bauernopfer.

Für Kriegsspiele der NATO brauchen wir keine Armee. Die nun durch die Ablehnung geschädigte Maschinenindustrie soll sich bei den Globalisierern und Neutralitätsfeinden bedanken.
Ihr Kommentar zum Beitrag von keinschaf:
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