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Thema: USA verhindern Resolution gegen Siedlungsbau

Wem gehört das Heilige Land?
Zwei Staaten, die in Frieden und Sicherheit nebeneinander leben. Das ist das Ziel aller Bemühungen für eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes. Basis zur Erreichung dieses Zieles soll die Schaffung eines unabhängigen Palästinenserstaates in Jüdäa und Samaria, dem sogenannten Westjordanland sein. Israels "Besatzung" dieser Gebiete sowie die Präsenz jüdischer Siedlungen seien ein Hindernis für die vermeintliche Friedenslösung, so die Meinung in der Welt, die auch in christlichen Kreisen anzutreffen ist. Ob Israel einem Palästinenserstaat im Westjordanland zustimmt oder nicht, ist Sache der Regierung in Jerusalem. Wer jedoch behauptet, Israel hätte keinen Anspruch auf die umstrittenen Gebiete, ignoriert biblische Wahrheiten und historische Tasachen. Das "Land Israel" (Eretz Israel), wie die Bibel das Gebiet nennt, ist Gottes heiliges Land (Ps. 78,54) - des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs, des Vaters Jesu Christi. Das Wort Gottes ist voller Zusagen und Verheissungen, nach denen Gott das Land dem jüdischen Volk für ewige Zeiten versprochen hat. Die Sammlung des jüdischen Volkes von allen Enden der Erde und die Wiederbesiedlung des ihnen verheissenen Landes sind ebenfalls in der Bibel vorhergesagt. Verheissungen die auch im Neuen Testament bestätigt werden (Apg. 3,21; Röm 15,8).

Neben den biblischen Aussagen, dass die umstrittenen Gebiete, Judäa und Samaria, der Kern und das Herz des von Gott dem jüdischen Volk verheissenen Landes sind, hat Israel auch einen menschlichen und einen rechtlichen Anspruch auf diese Gebiete.
Das Volk Israel lebte rund anderthalb Jahrtausende ununterbrochen in dem Land (1'400 v. Chr. bis 135 n. Chr.), auch wenn zeitweise die verschiedenen Weltmächte der Antike über das Land herrschten und ein Grossteil des Volkes kurzzeitig in das Exil nach Babel musste. Von Mitte des 11. Jh. bis Anfang des 6. Jh. v. Chr. sowie von Mitte des 2. Jh. bis Mitte des 1. Jh. v. Chr. bestand ein unabhängiger jüdischer Staat in diesem Gebiet. Selbst während der weltweiten jüdischen Zerstreuung vom 2. Jh. bis zum 20. Jh. n. Chr. gab es eine permanente jüdische Präsenz in dem Territorium zwischen Mittelmeer und Jordan. Das jüdische Volk hat seine Heimat nicht freiwillig verlassen. Die verschiedenen Eroberer während der vergangenen 2'000 Jahre betrachteten das Land nur als eroberte Provinzen. Selbst die Araber, die im 7. und 8. Jh. n. Chr. in das Land kamen, zeigten kein grosses Interesse an dem Gebiet. Kein anderes Volk hat menschlich und historisch einen grösseren Anspruch auf die sogenannten besetzten Gebiete wie das Volk Israel.

Auch auf Grundlage des internationalen Völkerrechts haben sie einen Anspruch auf das Land. Auf der Konferenz von San Remo am 25. April 1920 erhielt Grossbritannien offiziell vom Völkerbund das Mandat über Palästina. Die Briten wurden verpflichtet, ihre Erklärung vom 2.11.1917, den Juden eine Heimstätte in Palästina zu schaffen, umzusetzen und die jüdische Einwanderung zu fördern. Diese völkerrechtliche Grundlage zur Errichtung eines jüdischen Staates, die Judäa und Samaria einschliesst, ist nach wie vor gültig. Der UNO-Teilungsbeschluss über das Land vom 29.11.1947 hat durch die arabische Ablehnung seine Gültigkeit verloren. Jordanien und Ägypten haben das Westjordanland und den Gaza-Streifen 1948 in einem Angriffskrieg besetzt; Israel hat die Gebiete 1967 in einem Verteidigungskrieg eingenommen. Für die Forderung nach Israels Rückzug zu den bis 1967 währenden unsicheren Waffenstillstandslinien gibt es keinerlei rechtliche Grundlage. Auch die nach dem Sechstagekrieg 1967 vom UNO-Sicherheitsrat verabschiedete Resolution 242 fordert dies nicht. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass das Ignorieren dieser Faktoren zu immer neuen und unbegründeten palästinensischen Forderungen führt, die eine Vereinbarung auf dem Verhandlungswege immer unwahrscheinlicher werden lassen.

TOPIC-Korrespondent Rainer Schmidt, Israel

© TOPIC-Verlag Ausgabe 08 2010

Siehe auch:
http://www.nachrichten.ch/forum/Realitaet+und+Utopie+Teil+1/452317/pos...

http://www.nachrichten.ch/forum/Realitaet+und+Utopie+Teil+2/453932/pos...
Ihr Kommentar zum Beitrag von Roland71:
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