Hallo Gast | Anmelden
Thema: Gaddafi verliert die Kontrolle - Weiterhin Massaker in Tripolis

Wer hat den Diktator Ghadhafi aufgerüstet?
Wenn jetzt Ghadhafi gegen sein Volk Krieg führen lässt, muss man sich fragen wer hat diesen Diktator aufgerüstet. Laut dem Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) rüstete vor allem die Sowjetunion, bis 1990, bis zum Zusammenbruch dieser Union Libyen auf. Sie lieferten Ghadhafi für 24,428 Milliarden US Dollar Kriegsmaterial, der Ostblock Staat Tschechoslowakei für 943 Millionen USD. Aber auch westliche Todesfabriken waren im Geschäft mit dem Regime in Tripolis. Grossbritannien verkaufte Ghadhafi für 379 Millionen USD Kriegsmaterial, Frankreich sogar für 3,139 Milliarden USD und Italien für 1,336 Milliarden USD. Daneben bauten westliche Firmen, auch eine finnische, Waffenfabriken in Libyens Wüsten. Drei Jahre nach Aufhebung eines westlichen Waffenembargos gegen Libyen, 2007, machte der europäische Konzern EADS ein grosses Rüstungsgeschäft mit Libyen. Die EADS-Tochterfirma MBDA konnte Panzerabwehrraketen und militärische Kommunikationssysteme nach Libyen verquanten.

Seit dem Oktober 2004 dürfen europäische Rüstungsfirmen Libyen wieder Kriegsmaterial verkaufen, nicht nur über „Umwege“. Das Embargo wurde damals aufgehoben. Der deutsche Aussenminister Joschka Fischer sagte zu jener Zeit, es gehe um eine „Normalisierung der Beziehungen“. Gaddafi wurde damals wieder salonfähig, sein Atomprogramm wurde gestoppt. Flüchtlinge hielt er von Europa wie gewünscht fern und vor allem er lieferte uns Öl und Gas. Ghadhafi war auch, wie Mubarak in Ägypten, ein Bollwerk gegen die fundamentalistischen Islamisten. Das war sehr wichtig, so wichtig wie seinerzeit als Mussolini, Hitler, Franco, Salazar unterstützt wurden, als Garanten gegen die Ausbreitung des Kommunismus.

Wer hat den Diktator Mubarak mit Kriegsmaterial versorgt? Laut dem Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) verkauften die USA Ägypten von 1981 bis 2009, während der Diktatur Mubaraks, für fast 21 Milliarden USA Dollar Kriegsmaterial. Aber auch China lieferte, für 2,2 Milliarden USD, Russland für 506 Millionen USD, Grossbritannien für 482 Millionen USD, Deutschland für 274 Millionen USD, usw. laut SIPRI. Auch die Schweizer Rüstungsindustrie machte Geschäfte mit dem Pharao Mubarak, für 162 Millionen USD wurden laut SIPRI Ägypten Kanonen verkauft, und zudem Schiesseisen laut der Statistik des Bundes. Bei diesen Deals interessierten Menschenrechte Bern nicht, wie bei den anderen Waffenverkäufe an kriegführende Nato Staaten und an die fundamentalistischen, feudalen, menschenrechtsverletzenden Regime wie in Saudi-Arabien, dem Iran, dem Irak auch nicht. Auch der SVP Politiker Christoph Blocher war früher mit seiner Firma Patvag an Rüstungsgeschäften im Nahen Osten beteiligt, was seiner Karriere nicht geschadet hat. Geschäft ist Geschäft. Auch die Zürcher Stadt- Kantons- Gemeinde- und Regierungsräte sagen im Rathaus an der Limmat keinen Pieps dazu, dass in Zürich der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall und andere Firmen riesige Mengen Kriegsmaterial in das Pulverfasse des Nahen Osten liefern, an das menschenrechtverletzende Regime in Saudi-Arabien unter anderem. Da sei definitiv das Bier Berns, wurde mir gesagt.
Anstössiges melden?

Grund:
Code   security 
 

Die Redaktion wird sich den Kommentar ansehen und entscheiden, wie damit zu verfahren ist.


2 Kommentare
· Fast zu unglaublich um wahr zu sein
· Wer hat den Diktator Ghadhafi aufgerüstet?
Mitreden
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Inland 57.5 Millionen Franken für entgangene Werbeeinnahmen  Bern - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Medien hart. Ihre Werbeeinnahmen sind bereits drastisch gesunken. Aufgrund der besonderen ... mehr lesen  
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 Millionen Franken aus der Radio- und Fernsehabgabe direkt unterstützt.
 
Nebelspalter Leute von heute  Frau Clinton hat den «Not-gegen-Elend»-Wahlkampf gegen... - wie hiess der noch? - verloren und ... mehr lesen  
Lösung für Lärmbekämpfung und Siedlungsentwicklung
Verbände HEV Schweiz  Immobilieneigentümer sind von den wichtigen politischen Entscheiden der zuständigen Kommission UREK-S betroffen: ... mehr lesen  
Sport Bundesrat hat entschieden  Der Bundesrat hat am Mittwoch über weitere Lockerungen in der Coronakrise informiert. Dabei machte er ... mehr lesen  
Geisterspiele sind in der Schweiz ab dem 8. Juni erlaubt.
Martin Schranz
Publinews Der Erfolgsmensch Martin Schranz ist unter die Autoren gegangen. Nach Abschluss eines anstrengenden Projekts stand ihm, wie er selbst sagt, der Sinn nach ... mehr lesen  
Publinews Der Schlaf bei Nacht ist dazu gemacht, dass der Körper zur Ruhe kommt, sich von den Strapazen des Tages erholt und ... mehr lesen  
Mit Rückenschmerzen ins Bett? Dieses Schicksal teilen viele Menschen. Nur wenige können die Fehlhaltungen des Tages über die Nacht ausgleichen.
Corona-Pandemie eröffnet Cyberkriminalität neue Chancen.
Publinews Die Corona-Pandemie hat nicht nur für einen regelrechten Boom beim Homeoffice gesorgt, sondern gleichzeitig auch der Cyberkriminalität vermehrt neue ... mehr lesen  
Publinews Galerie vor der Klostermauer: 25. Okt. bis 17. Nov. 2019  Die St.Galler Künstlerin Jayn Erdmanski zeigt ab 25. Oktober ihre neuen Arbeiten in der Galerie vor der ... mehr lesen  
Ausstellung von Jayn Erdmanski: Strange Theory of Light and Matter
Typisch Schweiz Der Bernina Express Natürlich gibt es schnellere Bahnverbindungen in den Süden, aber wohl ...
Welche Modelle sagen mir zu?
Shopping Online Shop für Fitness - was bekommt man alles? Ein Fitness Online Shop bietet einem einfach alles, was das Herz begehrt. Heute ist es nicht selten, dass sich immer mehr Menschen in dem Bereich Fitness ...
Erstaunliche Pfingstrose.
Jürg Zentner gegen den Rest der Welt.
Jürg Zentner
Frauenrechtlerin Ada Wright in London, 1910: Alles könnte anders sein, aber nichts ändert sich.
Regula Stämpfli seziert jeden Mittwoch das politische und gesell- schaftliche Geschehen.
Regula Stämpfli
«Hier hätte ich noch eine Resistenz - gern geschehen!» Schematische Darstellung, wie ein Bakerium einen Plasmidring weiter gibt.
Patrik Etschmayers exklusive Kolumne mit bissiger Note.
Patrik Etschmayers
Obama in Hanoi mit der Präsidentin der Nationalversammlung, Nguyen Thi Kim Ngan auf einer Besichtigungstour: Willkommenes Gegengewicht zu China.
Peter Achten zu aktuellen Geschehnissen in China und Ostasien.
Peter Achten
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Skeptischer Blick auf organisierte und nicht organisierte Mythen.
Freidenker
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 0°C 3°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen Schneeregenschauer
Basel 1°C 5°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregen freundlich
St. Gallen 0°C 2°C immer wieder Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig immer wieder Schnee freundlich
Bern 0°C 2°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer freundlich
Luzern 0°C 3°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen Schneeregenschauer
Genf 0°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Lugano 2°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten