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GSoA will Einblick in Kampfjet-Entscheid
Samstag, 11. Februar 2012 15:09 Uhr
Wir brauchen weder Gripen noch Rafale Kampfjets
HeinrichFrei aus Zürich (148 Kommentare seit Sa, 23.10.2010)
Alle reissen sich darum der Schweiz neue Kampfjets zu verkaufen. Ist dies ein grosses Geschäft für diese Staaten? Kaum, um die Flieger an den Mann zu bringen muss der Export subventioniert werden. Schon die Entwicklung dieser Kampfjets, des Gripen und des Rafale, kostete Schweden und Frankreich Milliarden. Die Obdachlosen von Stockholm und Paris werden durch den Export der Gripen und des Rafale nicht profitieren. Im Gegenteil: Der französische und der schwedische Staat müssen beim Sozialen sparen, um Rüstungsexporte subventionieren zu können.
Brauchen wir im Zeitalter der asymmetrischen Krieges überhaupt noch Kampfjets? Zur Luftraumüberwachung zur Bekämpfung von Bodenzielen? Heute setzen Staaten, wie zum Beispiel die USA, in ihren furchtbaren Kriegen und zur Liquidierung von Objekten und von Verdächtigen im Ausland ferngesteuerte Drohnen ein, oder tief fliegende Cruise missiles die vom Radar nicht erfasst werden. Die immer raffinierteren Drohnen und Cruise missiles von ausländischer Streitkräfte werden dazu führen, dass die Schweiz keine neuen Kampfflugzeuge kaufen wird, denke ich.
Schon früher spielten ferngesteuerte Flugkörper bei der Kriegsplanung eine Rolle. Erinnert sei an die Operation Northwoods. Für die Operation Northwoods sah das Pentagon unter anderem den Angriff und Abschuss einer zivilen ferngesteuerten Chartermaschine vor, ein genaues Duplikat eines tatsächlich registrierten Zivilflugzeuges. Die vom US-Verteidigungsministerium Pentagon geplante Operation Northwoods beinhaltete inszenierte Terroranschläge um Kuba angreifen zu können. Der US-Präsident John F. Kennedy lehnte jedoch die Realisierung dieses Planes 1962 zum Glück ab. (Dokument der Operation Northwoods abgedruckt in dem Buch Operation 9/11 von Gerhard Wisnewski, Knaur Verlag, August 2011)
Der Militärisch-industrieller Komplex auch in der Schweiz wird zusammen mit Politikern, den Militärs sowie mit der Rüstungsindustrie versuchen dafür zu sorgen, dass auch in unserem Land noch mehr aufgerüstet wird. Sie werden alles unternehmen, dass neue Kriegsgeräte gekauft werden, vielleicht auch neue Kampfjets.
Auch wenn viele Staaten im Zuge der Finanzkrise sparen wollen, das Geschäft mit Waffen und Rüstung bleibt ein Wachstumsmarkt. Die Militärexperten des britischen Informationsdienstes Jane’s rechnen hoch, dass die globalen so genannten „Verteidigungsausgaben“ von 2011 bis 2015 um sieben Prozent steigen werden. – Die Gefahr ist gross, dass Armeen mit ihren Waffen im Krisenfall auch im inneren des Landes eingesetzt werden, wie in Pakistan, Afghanistan, Ägypten, Bahrein, Somalia, dem Sudan, Syrien und anderswo.