iToast als Hoffnungsspender
publiziert: Dienstag, 30. Sep 2014 / 13:47 Uhr / aktualisiert: Samstag, 4. Okt 2014 / 18:28 Uhr
Ein Atheist zum anbeten.
Ein Atheist zum anbeten.

Apple und seine gläubigen Anhänger haben eine raue Woche durchlebt. Nach der trimphalen Präsentation der neuen iPhones haben verbogene Gehäuse, vermurkste Software-Updates und jede Menge iPhones in der Mikrowelle nach einer gut gemachten Scherz-Anzeige haben manches iEgo angekratzt. Doch Hoffnung kommt ausgerechnet aus einem Toaster!

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Harlan Dorrinson ist ein iPhone-User der ersten Stunde und er hat es, seit dem iPhone 2, nie mehr verpasst, vor den Apple-Stores zu kampieren, um sich jeweils das neueste der technischen Wunder aus Cupertino, bzw. Shenzen zu kaufen.

«iPhones haben mich immer glücklich gemacht,» erklärt der Innenarchitekt aus Half-Moon-Bay, «sie waren und sind für mich der Inbegriff technischer Perfektion! Daran werden auch jene nichts ändern, die mit ihren Ketzereien dieses wunderbare Produkt in den Dreck zu ziehen versuchen!»

So war die Zeit seit dem Verkaufsstart für Dorrinson nicht eine der besten. «Es stimmt zwar, dass meine beiden 6er iPhones, ich musste natürlich auch ein 6 plus kaufen, seit dem 8.01er update nicht mehr richtig funktionieren, aber das wird wieder gut. Spätestens mit 8.03 oder 8.04 - denn Apple liebt seine Gemeinde!»

Besonders ärgerlich ist es für ihn aber, dass sein iPhone 5s in der Mikrowelle explodierte, weil er auf den Wave-Hoax rein gefallen ist. «Da waren böse Menschen, die so etwas publizieren - wirklich schlechte Menschen!»

Doch Dorrinson weiss, dass alles gut wird. Spätestens seit er gestern gefrühstückt hat. «Wie jeden morgen toastete ich eine Scheibe Brot in meinem wunderschönen Braun-Toaster, doch als das Brot heraus kam, erlitt ich beinahe einen Schock und zugleich wusste ich, dass für uns bald wieder alles so wunderbar sein wird, wie wir es von Apple erwarten dürfen, denn auf dem Toast war Steve. Eine Botschaft aus dem Jenseits!»

Der Hinweis, dass Jobs ein Atheist war, der nicht ans Jenseits glaubte, wischt Dorrinson, mit einer Geste, die er sonst für Samsung-Handys reserviert hat, vom Tisch: «Steve wusste sehr viel, aber das konnte nicht mal er wissen!»

Dann zieht er den einen Sandwich-Beutel aus der Tischschublade seines Shaker Küchentsches hervor und legt es wie eine Reliquie auf den Tisch. «Sehet: der iToast!» Und Tatsächlich: auf dem ungleich gebräunten Brot kann man die Umrisse eines Mannes erkennen und ja, es könnte wirklich Steve Jobs sein.

«Wenn dies keine Botschaft aus dem Jenseits ist, eine Botschaft, die uns iPhone-Usern allen Hoffnung machen soll, dann weiss ich nicht, was es sonst noch geben soll.»

Dorrinson, der Fotos vom Toast bereits gepoastet, Verzeihung, gepostet hat, bekam von seinen Freunden, die auch alle iPhones besitzen («ein Android-Phone ist Grund zum ent-freunden!»), hat denn auch schon begeisterte Reaktionen erhalten. Fast schon mit Tränen in den Augen erzählt er, worauf ihn ein Freund aufmerksam gemacht hat: « Wenn man die 8 der neuen iOS-Version um 90 Grad dreht, hat man das Zeichen für Unendlichkeit und das sagt ja wohl alles, wenn man sich nur dem Zusammenhang verschliessen will, oder?»

Mit diesen Worten verscheucht Dorrinson den Korrespondenten aus seinem komfortablen Holz-Haus, da er zu einer Präsentation seines Toasts in einen Apple-Flagship-Store in San Francisco fahren muss, zu der sich bereits einige Hundert Glaubensbrüder angemeldet haben. «Hoffentlich reicht der Platz aus!»

Mit diesen Worten rast Dorrinson in seinem Tesla davon, während sein Berichterstatter in seinen Mietwagen einsteigt. Eine Kontrolle seines News-Feeds ergibt, dass Google scheinbar beabsichtigt, überraschenderweise ins Toaster-Geschäft einzusteigen...

(Patrik Etschmayer/news.ch)

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