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Meldung vom Montag, 1. Mai 2006 / 12:59 h
(aktualisiert: 01.05.2006 13:15 h)
santésuisse wehrt sich gegen Einheitskrankenkasse
Bern - Vor der Debatte im Nationalrat macht der Krankenkassenverband santésuisse Front gegen die Initiative für eine Einheitskrankenkasse. In Bern präsentierte er eine Studie des Gesundheitsökonomen Willy Oggier.
(fest/sda)
DIe Studie begutachtete die aktuellen gesundheitspolitischen Reformdiskussionen in den Nachbarstaaten.
Diese kommt zum Schluss, dass mit einer Einheitskasse die heutigen Stärken des Krankenversicherungssystems geschwächt, die Schwächen hingegen sogar noch verstärkt würden, wie es in einem Communiqué von santésueisse heisst. Die Studie stützt sich auf aktuelle gesundheitspolitische Reformdiskussionen in den Nachbarstaaten.
Die Volksinitiative «für eine soziale Einheitskrankenkasse» stammt vom Westschweizer Mouvement populaire des familles und andern links- grünen Kreisen. Neben dem Ersatz der 85 Krankenkassen durch eine paritätisch geleitete Bundeskasse verlangt sie Prämien nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und den Transfer der Kassenvermögen innert dreier Jahre.
Die Initiative ist ein Traktandum der Nationalrats-Sondersession von kommender Woche. Dort dürfte das Volksbegehren wenig Chancen haben, ist es doch schon in der Sozialkommission der grossen Kammer wie auch beim Bundesrat durchgefallen. Die Landesregierung hatte dagegen ins Feld geführt, dass eine Einheitskasse nicht nur keine neuen Sparanreize schaffen, sondern die Kostendämpfung geradezu behindern würde.