10 000 Arbeitsplätze im Detailhandel gefährdet
publiziert: Donnerstag, 26. Mai 2005 / 19:00 Uhr

Bern - Im Schweizer Detailhandel gehen in den nächsten fünf Jahren bis zu 10 000 Arbeitsplätze verloren. Diese Prognose macht Migros-Chef Anton Scherrer.

Migros-Chef Anton Scherrer spricht Klartext.
Migros-Chef Anton Scherrer spricht Klartext.
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Ein Grund sei der verstärkte Preis- und Produktivitätsdruck wegen des Markteintritts von Aldi und Lidl. Er hoffe allerdings, dass die Migros den Abbau über natürliche Abgänge bewältigen könne, sagte Scherrer am Swiss Economic Forum in Thun.

Wie es an einem Podiumsgespräch mit den Chefs von Migros, Coop, Denner und dem langjährigen Leiter von Aldi Nord, Dieter Brandes, hiess, sind bereits in den letzten zehn Jahren im Schweizer Detailhandel rund 31 000 Stellen weggefallen.

Keine Lohngarantie

Die Löhne der Mitarbeitenden zu senken, sei dagegen "nicht das erste Ziel" der Migros. Der grösste Schweizer Detailhändler wolle auch hier Spitze bleiben, hielt Scherrer an dem Forum fest.

Bei Coop sind tiefere Löhne laut Unternehmenschef Hansueli Loosli kein Thema. Denner-Patron Philippe Gaydoul wollte "keine Garantien auf Jahre hinaus" geben, bei ihm werde es aber sicher nicht zu einem Stellenabbau kommen.

Harter Konkurrenzkampf

Aldi-Kenner Brandes kündigte einen harten Konkurrenzkampf an: Der deutsche Gigant werde zwar ein beschränktes Angebot an Gütern des täglichen Bedarfs haben, aber zugleich die beste Qualität, den niedrigsten Preis und die tiefsten Kosten.

Der Eintritt in den Schweizer Markt werde schwer sein und fünf Jahre oder länger dauern. "Als Familienunternehmen hat Aldi aber Zeit", sagte Brandes. Und an Marktanteilen sei Aldi nicht orientiert, diese interessierten Aldi auch in Deutschland nicht.

M-Budget ausbauen

Migros-Chef Scherrer bekräftigte im "Blick", Aldi und Lidl die Stirn bieten zu wollen. Die M-Budget-Linie solle ausgebaut und billiger werden. Teils sei mit 10 bis 20 Prozent tieferen Preisen zu rechnen.

Angesichts des Konkurrenzkampfs waren sich die Podiumsteilnehmer bei den Forderungen an die Politik einig: Vorab müssten die Importschranken gesenkt und die Öffnungszeit völlig liberalisiert werden. Sonst verstärke sich der Einkaufstourismus im Ausland, was hier wiederum Stellen gefährde.

(sl/sda)

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