10'000 Zivilisten fliehen aus Kampfgebiet in Sri Lanka
publiziert: Sonntag, 8. Feb 2009 / 10:51 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 8. Feb 2009 / 13:22 Uhr

Colombo - Im Nordosten Sri Lankas sind tausende von Menschen auf der Flucht aus dem umkämpften Gebiet. Für jene, die zurückbleiben, gab es am Wochenende keine humanitäre Hilfe. Die Regierung setzte diese aus Sicherheitsgründen aus.

Wurden sie als «menschliche Schutzschilde» missbraucht? (Archivbild)
Wurden sie als «menschliche Schutzschilde» missbraucht? (Archivbild)
6 Meldungen im Zusammenhang
Nach Regierungsangaben waren in den vergangenen Tagen mindestens 10'000 Menschen aus dem Gebiet geflohen, in dem sich Regierungstruppen und Tamilen-Rebellen heftige Kämpfe liefern.

Die Zivilisten seien in Kilinochchi mit Medikamenten, Nahrung und Wasser versorgt worden, erklärte das srilankische Verteidigungsministerium. Es beschuldigte die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE), die Zivilisten als «menschliche Schutzschilde» zu missbrauchen.

Keine Überprüfung durch Unabhängige möglich

Die Berichte über Flüchtlings- und Armeebewegungen sind allerdings von unabhängiger Seite nicht zu prüfen, da Journalisten und internationale Beobachter nicht in das Konfliktgebiet reisen dürfen.

Die Regierung stellte die humanitäre Hilfe für die Zivilisten im umkämpften Nordosten vorübergehend ein. Hilfsorganisationen, die noch in der Region tätig sind, könnten nicht ausschliessen, dass Lieferungen von den Befreiungstigern beschlagnahmt werden, hiess es in der in Colombo erscheinenden Zeitung «Sunday Times».

Regierung denkt an Schlussoffensive

Eine Sprecherin des Welternährungsprogramms der UNO (WFP) sagte, man sei sich der Gefahr durch die LTTE bewusst. Sie hoffe auf ein positives Signal der Regierung.

Die Regierung in Colombo sieht in ihrer jüngsten Militäroffensive die Schlussphase des Kampfes gegen die LTTE, die seit 36 Jahren für einen unabhängigen Staat im Norden Sri Lankas kämpft. In dem Konflikt starben schätzungsweise 70'000 Menschen.

(tri/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - An einer Kundgebung auf dem Berner Bundesplatz haben am Nachmittag ... mehr lesen
Auf dem Berner Bundesplatz hat heute Nachmittag eine Demonstration zum Krieg in Sri Lanka begonnen. (Archivbild)
Die Armee geht derzeit mit einer Grossoffensive gegen die Rebellen vor.
Colombo - Die Tamilen-Rebellen ... mehr lesen
Batticaloa - Das Kinderhilfswerk Terre des hommes hat die «sehr prekäre Lage» ... mehr lesen
Die Menschen sind in der Vergangenheit schon acht-, neunmal vor Kriegswirren geflüchtet.
Sri Lanka sei Opfer «der mächtigsten Terrororganisation», so Präsident Mahinda Rajapaksa.
Colombo/Washington/Genf - Nach mehr als 25 Jahren Bürgerkrieg hat die Regierung in Sri Lanka die unmittelbar bevorstehende endgültige Zerschlagung der tamilischen Rebellengruppe ... mehr lesen
Colombo - Aussagen des srilankischen Verteidigungsministers in einer ... mehr lesen
Staatspräsident Mahinda Rajapakse erklärte, es handle sich um ein Missverständnis.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Gotabhaya Rajapaksa warf den westlichen Diplomaten vor, unverantwortlich zu handeln und Panik zu verbreiten.
Colombo - Sri Lankas Regierung hat genug von der internationalen Kritik am Vorgehen der Regierungstruppen gegen die tamilische Zivilbevölkerung. In einem Interview nahm ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Griechenland, Lesbos, 9.September 2020: Flüchtlinge nach dem Feuer im Camp Moria.
Griechenland, Lesbos, 9.September 2020: Flüchtlinge ...
Fotografie Ärzte ohne Grenzen und Magnum: 50 Jahre im Einsatz  2021 markierte das 50-jährige Bestehen von Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Fronitères (MSF). Die Photobastei Zürich nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, um in einer Fotoausstellung gemeinsam mit der internationalen Fotoagentur Magnum auf 50 Jahre medizinische Nothilfe in Krisen- und Kriegsgebieten zurückzublicken. mehr lesen  
Publinews Die Gründe, sich ein Haustier zuzulegen, sind vielfältig. So möchten manche Menschen, die Einsamkeit verspüren, sich damit Gesellschaft ins Haus holen; ... mehr lesen  
Man sollte sich ein Haustier nie überstürzt zulegen, auch wenn es noch so niedlich ist.
Chris Donovans Beitrag zur «World Press Photo Story of the Year».
Fotografie Vom 26. August bis 3. Oktober 2021 zeigt das IPFO Haus der Fotografie in Olten die Gewinner des World Press Photo Contest 2021 exklusiv in der ... mehr lesen  
Wissenschaftler des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) des MIT haben kürzlich einen neuen Algorithmus entwickelt, der einem Roboter hilft, effiziente Bewegungspläne zu finden, um die körperliche Sicherheit seines menschlichen Gegenübers zu gewährleisten. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 18°C 25°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen gewitterhaft
Basel 16°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
St. Gallen 15°C 23°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen gewitterhaft
Bern 17°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Luzern 17°C 25°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Genf 16°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Lugano 18°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten