100 Tote bei Zugunglück in Indien

publiziert: Samstag, 29. Okt 2005 / 18:15 Uhr / aktualisiert: Samstag, 29. Okt 2005 / 20:42 Uhr

Hyderbad - Beim schweren Zugunglück im südindischen Bundesstaat Andrha Pradesh sind über 100 Menschen ums Leben gekommen. Ein Schnellzug entgleiste auf einem überfluteten Gleiseabschnitt, zwei Waggons versanken in den Fluten.

Die Züge in Indien sind oft völlig überfüllt.
Die Züge in Indien sind oft völlig überfüllt.
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Nach Angaben eines indischen Regierungsvertreters wurden bereits mehr als hundert Leichen geborgen. Er befürchte, dass 30 bis 40 weitere Passagiere von den Fluten mitgerissen worden seien.

Nach tagelangen heftigen Regenstürmen war kurz vor dem Unglück etwa 70 Kilometer vor Hyderabad, der Hauptstadt von Andrha Pradesh, ein Stausee über die Ufer getreten und hatte einen Streckenabschnitt im Distrikt Nalgonda überflutet.

Der Lokomitivführer erkannte die Gefahr offenbar zu spät: Die Lok sowie 8 der 14 Waggons sprangen aus den Gleisen, 2 von ihnen versanken völlig in den Fluten. In einem von ihnen sollen sich allein 110 Passagiere aufgehalten haben.

Schwierige Bergung

Die Bergung der Opfer und Überlebenden aus den ineinander verkeilten Waggons gestaltete sich äusserst schwierig. Stundenlang mussten sich die Helfer mit Schneidbrennern einen Weg durch das verbogene Metall bahnen.

Die Fenster von indischen Eisenbahnwagen sind zumeist vergittert. Heftiger Regen und die reissende Flut behinderten die Rettungsarbeiten zusätzlich.

(bert/sda)

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