150 Tote bei Erdbeben - 100 Schüler noch verschüttet
publiziert: Donnerstag, 1. Mai 2003 / 23:24 Uhr

Bingol - Ein schweres Erdbeben hat den Südosten der Türkei erschüttert. Nach Angaben der türkischen Regierung starben dabei etwa 150 Menschen. 450 Menschen wurden verletzt. Das Erdbeben erreichte die Stärke 6,4 auf der Richterskala.

Bingöl befindet sich 100 km westlich des Van Gölü Sees.
Bingöl befindet sich 100 km westlich des Van Gölü Sees.
Am schwersten getroffen wurde ein Schulwohnheim in der Nähe der 125 000 Einwohner zählenden Stadt Bingöl. In den Trümmern des Wohnheims suchten Rettungsmannschaften nach mehr als 100 verschütteten Kindern.

Bis zum Abend konnten 84 der rund 200 Schüler lebend gerettet werden. 25 Kinder und ein Lehrer wurden bisher tot geborgen. Soldaten und Sanitäter hatten Mühe, die besorgten Eltern von den Trümmern fernzuhalten. Die Schreie und das Weinen der verschütteten Kinder sei zu hören, hiess es.

Aufgebrachte Eltern beklagten die schlechte Bausubstanz der öffentlichen Schule. Der Stall, den ich mit eigenen Händen gebaut habe, hat dem Beben standgehalten, schimpfte ein Vater.

Auch im Stadtzentrum von Bingöl wurde mit Hochdruck nach Verschütteten gesucht. Von einigen mehrstöckigen Häusern waren dort nur Trümmerhaufen übrig geblieben. Insgesamt wurden bis zum Abend in der Region noch 200 Menschen vermisst.

Angesichts der Hunderten von Verletzen war das Spital von Bingöl völlig überfordert. Wir haben jede Hilfe nötig, sagte der Chefarzt. Die Verletzten wurden aus Angst vor Nachbeben im Freien versorgt.

Der türkische Rote Halbmond schickte rund 13 000 Decken, 3000 Zelte, Feldküchen und Generatoren nach Bingöl. Auch ein Feldlazarett, das wegen des Krieges im Irak in der türkischen Grenzstadt Silopi errichtet worden war, wurde nach Bingöl verlegt.

Mehrere Staaten - darunter die Schweiz hatten angeboten, Rettungskräfte und -geräte in die Türkei zu schicken. Das Land lehnte diese Angebote ab, mit der Begründung, dass genügend Hilfskräfte bereits vor Ort seien.

In der Türkei reiben entlang der anatolischen Verwerfung zwei Erdplatten gegeneinander, was regelmässig schweren Beben zur Folge hat. In Bingöl waren zuletzt bei einem Erdbeben 1971 rund 900 Menschen ums Leben gekommen. 1999 starben bei zwei Erdbeben im Nordwesten des Landes fast 20 000 Menschen.

(bert/sda)

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