16-jähriger Palästinenser von Soldaten in Tulkarem erschossen

publiziert: Mittwoch, 15. Jan 2003 / 12:38 Uhr

Dschenin - Im Flüchtlingslager Tulkarem im Westjordanland ist ein 16-jähriger Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen worden. Der Jugendliche habe zuvor Steine auf die Soldaten geworfen, teilten palästinensische Sicherheitskräfte mit.

Ein israelischer Soldat.
Ein israelischer Soldat.
Auch im nahe gelegenen Dschenin war es in der Nacht zu Zusammenstössen zwischen bewaffneten Palästinensern und Soldaten gekommen. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben zwei Palästinenser durch israelische Schüsse verletzt.

Die andauernde Gewalt in den von Israel besetzten palästinensischen Autonomiegebieten wird derweil auch für Hilfswerk-Angestellte immer belastender.

Die Aussichten, in nächster Zeit im Nahen Osten Frieden zu schliessen, bewertet der Palästinenser Rifat Kassis als schlecht. Langfristig ist der Direktor des christlichen Vereins Junger Männer und Frauen CVJM Ost-Jerusalem aber überzeugt, dass die Palästinenser einen eigenen Staat bekommen.

In diesem Konflikt wird es nie einen Gewinner und einen Verlierer geben, erklärte Rifat Kassis gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Beide Seiten seien eigentlich Verlierer.

Jedoch sei er überzeugt, dass es auch Israel nicht gelinge, die Palästinenser auf ewig zu unterdrücken. In der Geschichte habe sich noch nie eine Besatzungsmacht auf ewige Zeiten durchgesetzt. Um das palästinensische Ziel eines unabhängigen Staates zu erreichen, brauche es stärkeren Druck der internationalen Gemeinschaft auf die israelische Regierung.

Mit dem Schlimmsten rechnet Kassis, falls die USA Irak angreifen sollten. In diesem Fall seien viele Palästinenser darauf gefasst, dass es zu Zwangsumsiedlungen kommen werde.

Noch vor einigen Jahren wäre dies kein Thema gewesen. Doch während früher nur die äusserste Rechte an diesem Tabu gerüttelt habe, würden heute Umsiedlungen von vielen israelischen Parteien offen diskutiert.

(bert/sda)

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