20 000 Menschen demonstrieren gegen Arbeitsmarktreform

publiziert: Montag, 9. Aug 2004 / 19:20 Uhr

Magdeburg - Mehr als 20 000 Menschen haben in mehreren Städten Deutschlands gegen die Arbeitsmarktreform Hartz IV protestiert. Zu den Protesten hatten Privatleute und Initiativen aufgerufen, darunter auch Gewerkschaften.

Schröders Arbeitsmarktreform unter Beschuss.
Schröders Arbeitsmarktreform unter Beschuss.
Vor allem in Ostdeutschland gingen die Menschen auf die Strasse. In Magdeburg versammelten sich laut Polizei 10 000 Menschen, laut Veranstaltern 15 000. Die Polizei schirmte die Demonstranten gegen eine Neonazi-Gruppe ab. In Halle und Dessau gingen jeweils rund 3000 Menschen auf die Strasse.

In Leipzig demonstrierten mehr als 1000 Menschen. An der dortigen Nikolaikirche, dem historischen Ausgangspunkt der Montagsdemonstrationen von 1989, gab es zunächst eine Mahnwache unter dem Motto Weg mit Hartz IV und Agenda 2010 - für Arbeit, Gerechtigkeit und Solidarität.

An der Mahnwache in Leipzig beteiligte sich auch Pfarrer Christian Führer, dessen Name für die Friedensgebete seit 1982 in der Nikolaikirche steht. Er zeigte ein Schild mit dem Text Menschenwürde(n) Arbeit(en).

An der anschliessenden Demonstration wollte Führer sich nicht beteiligen. Sie stünden nicht in der Tradition der Einheit mit dem Friedensgebet. Führer befürchte, dass extreme rechte und linke Kräfte die Demonstration für ihre Ziele nutzen könnten. Zugleich distanzierte sich Führer von einigen Flugblättern und Losungen wegen unverblümten Wahlkampfes und Profilierungssucht.

Die Proteste in den ostdeutschen Städten richten sich gegen die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe, bei der es nach Ansicht der Kritiker zu grossen sozialen Härten kommt.

(sl/sda)

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