210 Nato-Soldaten seit Jahresbeginn getötet
publiziert: Mittwoch, 19. Mai 2010 / 18:09 Uhr / aktualisiert: Samstag, 22. Mai 2010 / 08:05 Uhr

Kabul - Einen Tag nach dem verheerenden Selbstmordanschlag mit 18 Toten in Kabul haben radikal-islamische Aufständische die grösste US-Basis in Afghanistan angegriffen. Dabei seien elf Taliban getötet und neun ISAF-Soldaten verletzt worden.

Der Flugplatz bei Bagram ist das Luftdrehkreuz für die internationalen Truppen.
Der Flugplatz bei Bagram ist das Luftdrehkreuz für die internationalen Truppen.
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Beim Angriff am Stützpunkt Bagram rund 75 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kabul seien Handgranaten und automatische Waffen eingesetzt worden, sagte eine Sprecherin der internationalen Afghanistantruppe (ISAF). Ein Talibansprecher sagte, vier Selbstmordattentäter hätten bei der Attacke ihren Sprengstoff gezündet.

Bagram steht unter US-Kommando und ist der grösste NATO-Stützpunkt in Afghanistan. Der dortige Flugplatz ist das Luftdrehkreuz für die internationalen Truppen.

Augenzeugen berichteten, dass der Angriff zwischen 04.00 und 05.00 Uhr morgens (Ortszeit, 02.30 Uhr MESZ) begonnen habe. Ein Bauer berichtete, sie seien von den Rotorengeräuschen von US-Kampfhelikoptern aus dem Schlaf gerissen worden. Die Helikopter hätten auf Kämpfer am Boden gefeuert, die den Beschuss erwidert hätten.

130 US-Soldaten dieses Jahr getötet

Erst Ende März hatten Aufständische eine Rakete auf die Basis abgefeuert - kurz nach einem Besuch von US-Präsident Barack Obama. Bagram ist ein wichtiger Militärflughafen.

Am Dienstag waren beim schwersten Anschlag in der Hauptstadt Kabul seit mehr als einem Jahr sechs NATO-Soldaten und zwölf Zivilisten getötet worden. 47 Zivilisten wurden bei der heftigen Explosion zudem verletzt.

Die Taliban bekannten sich zu dem Selbstmordanschlag, der sich gegen die «Invasoren der NATO» gerichtet habe. Insgesamt kamen in Afghanistan seit Jahresbeginn mindestens 210 NATO-Soldaten ums Leben, darunter 130 US-Soldaten.

(ht/sda)

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