2500 trauern in Freiburg um Lucie
publiziert: Sonntag, 22. Mrz 2009 / 22:59 Uhr

Freiburg - Etwa 2500 Menschen haben am Nachmittag in Freiburg mit einem Schweigemarsch der Anfang März getöteten 16-jährigen Lucie gedacht. In einem emotionsgeladenen Aufruf forderten ihre Eltern die Einführung eines Alarmsystems bei Kindesentführungen.

Der Trauermarsch.
Der Trauermarsch.
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Der Tod ihrer Tochter solle wenigstens insofern nicht sinnlos gewesen sein, erklärten die Eltern des am 4. März im aargauischen Rieden getöteten Mädchens.

Sie führten den Gedenkmarsch an, der durch den Pérolles-Park - an der Christkönigkirche vorbei, wo letzten Montag die Trauerfeier stattfand - zur Place Georges-Python führte.

Auf dem Platz wurde eine der Lieblingsmelodien der Verstorbenen, «Lucie» von Pascal Obispo, abgespielt. Zur Gedenkfeier hatten sich junge und ältere Menschen, auch Familien mit Kindern, eingefunden.

Aufruf zu entschlossenem Handeln

Lucies Eltern ergriffen auf dem Platz kurz das Wort. Null Risiko gebe es nicht, sagte der Vater. Er könne nicht sagen, ob ein Alarmsystem Lucie vor diesem Tod hätte bewahren können. Trotzdem müsse alles getan werden, um in der Zukunft ähnliche Dramen möglicherweise zu vermeiden.

Die positiven Kräfte, die in den beiden letzten Wochen manifest geworden seien, müssten in die Zukunft gelenkt werden, sagte die Mutter von Lucie. Der Gedenkmarsch werde nicht von Rachegedanken getragen. Er solle vielmehr zu einer Bewusstwerdung beitragen und zu entschlossenem Handeln führen.

Einführung von Alarmsystem

Nationalrätin Thérèse Meyer-Kaelin (CVP/FR) und ihr freisinniger Ratskollege Jacques Bourgeois erklärten, sie wollten sich auf nationaler Ebene für die rasche Einführung eines Alarmsystems einsetzen.

Der Ständerat hatten am 12. März mit 38 zu 1 eine entsprechende Motion von Didier Burkhalter (FDP/NE) angenommen. Der Freiburger Justizdirektor Erwin Jutzet machte seinerseits keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die zögerliche Haltung des Bundesrats in dieser Sache.

Wichtig seien auch eine bessere und striktere und seriösere Überwachung von Gewalttätern und Prävention, forderten verschiedene Redner. Der geständige 25-jährige Täter im Fall Lucie war letzten August auf Bewährung aus dem Massnahmenvollzug entlassen worden.

(bert/sda)

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