34 mutmassliche ETA-Helfer in Spanien und Frankreich festgenommen

publiziert: Mittwoch, 8. Okt 2003 / 15:33 Uhr

Madrid - Bei Polizeirazzien in Nordspanien und im Südwesten Frankreichs sind 34 mutmassliche Helfer der baskischen Terror-Organisation ETA festgenommen worden.

Die Festnahmen bedeuteten einen schweren Schlag für die Organisation, sagte der Minister. (Archiv)
Die Festnahmen bedeuteten einen schweren Schlag für die Organisation, sagte der Minister. (Archiv)
Ihnen werde die Anwerbung neuer Mitglieder für die ETA zur Last gelegt, teilte der spanische Innenminister Angel Acebes am Mittwoch in Madrid mit.

Ausserdem sollen sie Informationen über Politiker und andere Persönlichkeiten gesammelt haben, die die ETA als mögliche Ziele für Attentate betrachtet habe.

Die Festnahmen bedeuteten einen schweren Schlag für die Organisation, sagte der Minister. Dass die ETA in letzter Zeit keine Anschläge verübte, liegt daran, dass sie dazu nicht in der Lage war.

Die Festnahmen verhinderten, dass die ETA sich neu organisieren könne. Die Razzien in mehreren Städten Nordspaniens waren nach Angaben aus Justizkreisen die grösste Polizeiaktion gegen das Umfeld der ETA.

Im spanischen Baskenland und umliegenden Regionen nahm die Polizei 29 mutmassliche ETA-Aktivisten fest und durchsuchte 40 Wohnungen. Unter den Festgenommenen war auch ein Mitglied des baskischen Gewerkschaftsverbandes LAB. Im Südwesten Frankreichs machte die Polizei bei Bayonne fünf Verdächtige dingfest.

Die Razzien waren vom spanischen Ermittlungsrichter Baltasar Garzón und der französischen Anti-Terror-Richterin Laurence Levert angeordnet worden. Sie stützten sich auf Daten und Unterlagen, die die Ermittler Ende 2002 bei der Festnahme eines ETA-Anführers in Frankreich sichergestellt hatten.

(bsk/sda)

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