4 Schüler in Bagdad erschossen
publiziert: Sonntag, 25. Apr 2004 / 17:24 Uhr

Bagdad - In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind laut Augenzeugen vier Schulkinder erschossen worden. Bei dem Bombenanschlag auf ein US-Militärfahrzeug starb auch ein US-Soldat. Drei weitere Soldaten wurden nach US-Angaben verletzt.

Die Kinder wurden von umliegenden Dächern aus beschossen. (Bild: Archiv)
Die Kinder wurden von umliegenden Dächern aus beschossen. (Bild: Archiv)
Am Ort der Explosion seien die Truppen, die das Fahrzeug der Soldaten bergen wollten, von umliegenden Dächern aus beschossen worden. Sie hätten das Feuer erwidert. Augenzeugen zufolge fielen die Gewehr-Schüsse auf die Schulkinder.

Die Kinder, alle im Alter von zwölf Jahren, hätten ihre Schule im Osten Bagdads verlassen, um sich das brennende Auto anzuschauen. Als die Schüler und andere Passanten jubelnd um das Fahrzeug herumgestanden hätten, habe jemand auf sie gefeuert. Mindestens fünf weitere Menschen seien durch Schüsse verletzt worden hiess.

In Mossul im Norden des Landes trafen Raketen mehrere Gebäude und töteten ebenfalls vier Menschen. Die Raketen schlugen in einem Spital, in einem Hotel und in einem Polizeigebäude ein. Nach Polizeiangaben wurden dabei zwei Spital-Mitarbeiter und zwei Hotelangestellte getötet. 13 Menschen seien verletzt worden.

Zuvor beschlossen die US-geführten Koalitionstruppen und die irakischen Aufständischen in der Widerstandshochburg Falludscha eine Verlängerung der Waffenruhe.

Das Stillhalteabkomme für die Stadt im sunnitischen Dreieck, einem Zentrum des Widerstands in Irak, wurde auf unbegrenzte Zeit verlängert, wie ein Vermittler sagte. Gleichzeitig sei das Tragen von Waffen in der Stadt verboten worden.

Seit dem offiziellen Inkrafttreten des Waffenstillstands am 12. April wurden nach Angaben eines Ambulanzmitarbeiters in der Stadt durch Bombenangriffe oder Heckenschützen jeden Tag etwa ein Dutzend Menschen getötet oder verletzt.

(bert/sda)

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