400 Kängurus eingeschläfert

publiziert: Freitag, 16. Mai 2008 / 12:36 Uhr

Sydney - Gegen den Protest von Tierschützern haben Scharfschützen in Canberra mit der Tötung von 400 Kängurus begonnen. Die Tiere hatten sich auf einem Stützpunkt des australischen Militärs eingenistet und drohten dort zu verhungern.

Nur gerade 200 Kängurus könnten auf dem Stützpunkt leben. (Archivbild)
Nur gerade 200 Kängurus könnten auf dem Stützpunkt leben. (Archivbild)
Die Scharfschützen feuerten Pfeile mit Betäubungsmittel auf die Kängurus, die anschliessend mit einer Giftspritze eingeschläfert wurden.

«Die Aktion erfolgt nach den nationalen Standards für die humane Vernichtung von Kängurus», sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

In Australien gibt es bis zu 80 Millionen Kängurus. Jäger dürfen jedes Jahr fünf Millionen abschiessen.

Das Fleisch wird überwiegend für Tiernahrung verwendet. Das Schicksal der 600 Kängurus auf dem Stützpunkt hat das Land aber seit Jahren entzweit.

Nach Angaben der Armee ist dort nur Futter für 200 zu finden, die anderen hungern. Ein Plan, die Tiere einzuschläfern und anderswo wieder auszusetzen, wurde wegen der Kosten verworfen.

(rr/sda)

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