Chance auf Heilung

50'000 Schweizer wollen Blutstammzellen spenden

publiziert: Freitag, 7. Mrz 2014 / 15:02 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Mrz 2014 / 15:35 Uhr
In der Schweiz haben sich eine beachtliche Anzahl Personen zum spenden bereit erklärt. (Symbolbild)
In der Schweiz haben sich eine beachtliche Anzahl Personen zum spenden bereit erklärt. (Symbolbild)

Bern - In der Schweiz haben sich bereits 50'000 Personen bereit erklärt, Blutstammzellen zu spenden, um damit einem kranken Menschen die Chance auf Heilung zu ermöglichen. Der Blutspendedienst des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) will diese Zahl bis 2020 verdoppeln.

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Am Freitag hiess Rudolf Schwabe, der Direktor des SRK-Blutspendedienstes, in einer Ehrung in Bern den 50'000sten Blutstammzellspender willkommen. «Unsere Vision ist es, für jeden kranken Menschen einen passenden Blutstammzellspender zu finden», sagte Schwabe laut der Medienmitteilung.

Engagement zahlt sich aus

Weltweit seien 22 Millionen Menschen als Blutstammzellspender eingetragen, heisst es im Communiqué weiter. Die Schweiz habe in diesem Bereich lange nicht zu den Vorzeigeländern gehört. Vor sieben Jahren wurde der Blutspendedienst SRK deshalb für die Rekrutierung von Neuspendern aktiv. Dieses Engagement scheint nun Früchte getragen zu haben.

Bis ins Jahr 2020 will der Dienst die Zahl von 100'000 eingetragenen Spenderinnen und Spendern in der Schweiz erreichen.

Bildung von Blutzellen

Blutstammzellen kommen vor allem im Knochenmark und in geringerem Mass auch im Blut selbst vor. Sie sind für die Bildung von Blutzellen zuständig. Ist die Funktion der Blutstammzellen durch Krankheit gestört, hilft die Transplantation gesunder Zellen aus einer Spende oft weiter.

Die bekannteste Krankheit, die mit einer Blutstammzellenspende bekämpft werden kann, ist die Leukämie. Daneben gibt es weitere bösartige Erkrankungen des Blutes sowie Funktionsstörungen wie Immun- und Stoffwechseldefekte.

Mehrstündige Prozedur

Eine Blutstammzellspende erfolgt über eine Knochenmarkentnahme (10 Prozent der Fälle) oder über den Blutkreislauf (90 Prozent der Fälle). Bei der zweiten Methode wird das Blut des Spenders über einen Schlauch einem Zellseparator zugeführt, der die peripheren Blutstammzellen vom Blut trennt und sie sammelt. Danach fliesst das Blut zum Spender zurück.

Im Gegensatz zur Knochenmarkspende erfolgt diese Methode ohne Spitalaufenthalt in einem der drei Entnahmezentren in Zürich, Basel und Genf. Die Entnahme der Zellen dauert zwischen drei und sechs Stunden. Zu einer tatsächlichen Spende kam es nach Angaben von Blutspende SRK in der Schweiz bislang rund 500 Mal.

Für jeden Patienten einen passenden Spender zu finden, ist laut Blutspende SRK Schweiz sehr schwierig, da gewisse Gewerbemerkmale von Spender und Empfänger übereinstimmen müssten. Dabei gibt es Milliarden verschiedener Kombinationen. Je mehr Personen in der Datenbank registriert sind, desto grösser wird die Chance, einen geeigneten Spender zu finden.

(awe/sda)

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