500 Demonstranten vor WTO und in Genf

publiziert: Montag, 2. Jun 2003 / 20:39 Uhr

Genf/Lausanne - Rund 500 Globalisierungsgegner sind am Nachmittag in Genf auf die Strasse gegangen. Ein lärmiger Protestzug zog am Sitz der Welthandelsorganisation (WTO) vorbei zum Bahnhof, wo ein zweiter Demonstrationszug aus der Innenstadt dazu stiess.

Brückenbesetzung in Genf am 01.06..
Brückenbesetzung in Genf am 01.06..
2 Meldungen im Zusammenhang
Die Polizei hatte die Demonstrierenden von der WTO zum Bahnhof eskortiert und hielt sich danach auf Distanz. Im Hintergrund bereiteten sich allerdings deutsche Polizisten mit rund 30 Fahrzeugen auf einen Einsatz vor, wie eine Korrespondentin der sda beobachtete.

Die Demonstrierenden zogen danach vom Bahnhof Richtung See und verursachten erhebliche Verkehrsbehinderungen. Die vorwiegend jugendlichen Protestteilnehmer schwenkten ein paar rote Fahnen und forderten die Freilassung der 25 Personen, die von der Polizei in der Nacht auf Montag verhaftet worden waren.

Nach den Ausschreitungen am Rand der Anti-G-8-Kundgebungen vom Wochenende sind insgesamt noch 28 Personen in Polizeigewahrsam - 25 in Genf und 3 in Lausanne.

Laut Polizei gingen bis am Montagnachmittag in Genf und Lausanne 51 Schadensmeldungen ein. Die Höhe des Sachschadens sei noch nicht bezifferbar, da noch nicht alle Meldungen eingegangen seien.

Der kantonale Arbeitgeberverband bezifferte die Schäden in Genf jedoch auf einige Millionen Franken. In Lausanne, das weniger stark betroffen war, konnten die Höhe der durch die Vandalen verursachten Schäden noch nicht beziffert werden.

Derweil ist Kritik an Polizei und Behörden laut geworden. In Genf kritisierten Beobachter die politischen Behörden. In Lausanne wollen Globalisierungsgegner Klage einreichen.

Die Aktivisten, die am Sonntag die Autobahnbrücke bei Aubonne VD blockierten, erhoben schwere Vorwürfe an die Adresse der Waadtländer Polizei. Bei der Aktion war ein 39-jähriger Mann schwer verletzt worden. Die Aktivisten sprachen vor den Medien in Lausanne von einem unverhältnismässigen und unprofessionellen Einsatz.

(fest/sda)

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