5000 Demonstranten gegen Stellenabbau auf der Strasse
publiziert: Samstag, 8. Mrz 2008 / 19:09 Uhr / aktualisiert: Samstag, 8. Mrz 2008 / 20:14 Uhr

Bellinzona - In Bellinzona haben am Nachmittag über 5000 Personen gegen den Abbau von 126 Arbeitsplätzen im örtlichen SBB-Werk demonstriert. Der Protestmarsch durch den Tessiner Hauptort stand unter dem Motto: «Hände weg von den Industriewerken!»

Und wieder hatte die SEV zu Demonstrationen aufgerufen. (Archivbild)
Und wieder hatte die SEV zu Demonstrationen aufgerufen. (Archivbild)
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Unter den Demonstranten befand sich fast das gesamte Politestablishment - der Grosse Rat wäre vermutlich beschlussfähig gewesen. Die Solidarität mit den 430 Angestellten der SBB-Werke, die seit Freitagmorgen streiken, geht quer durch alle politische Lager. Die Veranstaltung verlief friedlich.

Die SBB-Arbeiter wollen ihren Streik so lange fortsetzen, bis das Management von SBB Cargo seine am Freitag vorgestellten Abbaupläne rückgängig macht. «Wir weichen keinen Schritt zurück», skandierten sie. Auch die Tessiner Regierung hat den Streikenden ihre Unterstützung zugesichert.

Weitere Schritte für Montag angekündigt

Die streikenden SBB-Angestellten werden am Montag über ihr weiteres Vorgehen diskutieren. An einer Betriebsversammlung wird vermutlich auch über allfällige Protestaktionen diskutiert werden.

Die Rede ist etwa von einer Blockierung der Gotthard-Route oder von einem Marsch auf Bern. Am Montag wird in Bellinzona auch der Tessiner Bischof Pier Giacomo Grampa erwartet. Er hat einen Besuch in den Industriewerken angekündigt, um den Streikenden Mut zu machen.

«Die Tessiner haben gut gearbeitet und sind nicht schuld am Abbau in Bellinzona», sagte SBB-Chef Andreas Meyer in der «Samstagsrundschau» von Schweizer Radio DRS. Die SBB könne sich aber die Investitionen, die nötig wären, um den Lokomotiv- Unterhalt in Bellinzona zu behalten, einfach nicht leisten.

Gegenüber Radio DRS betonte Meyer erneut, dass keine Pläne für einen Verkauf der SBB Cargo vorlägen. Hingegen sei die SBB-Tochter ein «heiss umworbener Kooperationspartner». Es gebe viele Interessenten, neben dem Schweizerischen Nutzfahrzeugverband ASTAG auch internationale.

(tri/sda)

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