70 Prozent haben keine optimale Franchise

publiziert: Mittwoch, 25. Okt 2006 / 14:51 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 25. Okt 2006 / 15:15 Uhr

Zürich - Mehr als 70 Prozent der Versicherten haben keine optimale Franchise in der Krankenversicherung.

Bei einem Wechsel der Krankenkasse kann ab nächstes Jahr viel Geld gespart werden.
Bei einem Wechsel der Krankenkasse kann ab nächstes Jahr viel Geld gespart werden.
2 Meldungen im Zusammenhang
Dies zeigt eine Studie des Internet- Vergleichdienstes Comparis. Die Grundfranchise von 300 Franken haben gemäss der schweizweiten Befragung 45 Prozent der Versicherten, 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Um 5 auf 10 Prozent erhöhte sich dagegen der Anteil der Personen mit der Maximalfranchise von 2500 Franken.

Unter Berücksichtigung des jeweiligen Gesundheitszustandes haben jedoch erst 28 Prozent der Befragten die für sie optimale Franchise gewählt, wie Comparis-Geschäftsführer Richard Eisler anlässlich der Präsentation der Studie in Zürich erklärte.

Wie die Studie weiter zeigt, hält der rückläufige Trend des traditionellen Modells in der Grundversicherung an: 2005 waren es 72 Prozent der Versicherten, dieses Jahr sind es 67 Prozent. Dagegen werden alternative Modelle zusehends beliebter. So sind 18 Prozent im Hausarztmodell versichert, 4 Prozent mehr als 2005.

Keine Lust auf Wechsel

Trotz Sparpotenzial planen neun von zehn Befragten keinen Modell- oder Franchisenwechsel. Ein Wechsel der Krankenkasse ist auch kaum ein Thema: Lediglich 5 Prozent wollen dies tun. Dabei könnten im kommenden Jahr drei Viertel der Erwachsenen 500 Franken oder mehr sparen, wie aus der Comparis-Untersuchung hervorgeht.

Schliesslich liefert die Studie Hinweise auf die Akzeptanz des Krankenversicherungsgesetzes (KVG), das vor zehn Jahren in Kraft getreten ist. Versicherungsobligatorium, einheitlicher Leistungskatalog, Freizügigkeit oder auch individuelle Prämienverbilligungen werden offensichtlich geschätzt.

Wechsel lohnt

Für 57 Prozent der Befragten ist der Leistungskatalog ausreichend. 28 Prozent wünschen sich dagegen einen Ausbau. 35 Prozent profitierten mindestens einmal von der Freizügigkeit. In neun von zehn Fällen lohnte sich auch der Wechsel der Krankenkasse. Mit der Bestnote wurde das Versicherungsobligatorium bewertet.

Die Zustimmung von 76 Prozent zum KVG kippt allerdings in Ablehnung, wenn die Versicherten darauf hingewiesen werden, dass die Prämien seit 1996 um knapp 80 Prozent gestiegen sind. Vor diesem Hintergrund würden heute 61 Prozent das KVG ablehnen.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Krankenkassen müssen ... mehr lesen
Es kommt eine Neuregelung für die Vergütung einer Psychotherapie.
Wären die Prämien stabil geblieben, so hätte dieses Geld den Haushalten zusätzlich für Konsumzwecke zur Verfügung gestanden.
Bern - Die Prämien der ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Preise sind gegenüber dem Vorjahr um 6,9% gestiegen.
Die Preise sind gegenüber dem Vorjahr um 6,9% ...
Produzenten- und Importpreisindex im Mai 2022  Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise erhöhte sich im Mai 2022 gegenüber dem Vormonat um 0,9% und erreichte den Stand von 109,4 Punkten (Dezember 2020 = 100). Höhere Preise zeigten insbesondere Mineralölprodukte, Erdöl und Erdgas sowie chemische Produkte. mehr lesen 
Weiterbildung in der Schweiz im Jahr 2021  Im Jahr 2021 haben sich 45% der Bevölkerung weitergebildet. Dieser Anteil ist relativ hoch, im Vergleich zur letzten Erhebung vom Jahr 2016 entspricht es jedoch einem Rückgang ... mehr lesen
Mit zunehmendem Bildungsniveau steigt der Anteil der Personen, die an Weiterbildungsaktivitäten teilnehmen.
Die Bevölkerung in der Schweiz wächst.
Publinews Die Schweiz ist mit rund 41.285 km² ein recht kleines Land, dessen Bevölkerung hauptsächlich im urbanen Raum angesiedelt ist. Die meisten ... mehr lesen  
Der Anteil der Personen unter 30 an der Erwerbsbevölkerung hat sich in den letzten drei Jahrzehnten stark verringert  2020 machten die 15- bis 29-Jährigen 22,0% der Erwerbsbevölkerung aus; 30 Jahre zuvor waren es noch 29,7%. Knapp ein Drittel der ... mehr lesen  
Die Erwerbslosenquote der 15- bis 29-Jährigen belief sich auf 6,9%, was nahezu der Hälfte des EU-Durchschnitts entspricht.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 17°C 23°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wolkig, aber kaum Regen
Basel 16°C 23°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 17°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wechselnd bewölkt, Regen
Bern 17°C 21°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wolkig, aber kaum Regen
Luzern 18°C 23°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wolkig, aber kaum Regen
Genf 20°C 23°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
Lugano 20°C 30°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten