Mit wenig Geld Millionen Kinder retten

70 Rappen pro Kind könnten Millionen retten

publiziert: Dienstag, 22. Mrz 2011 / 22:15 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 22. Mrz 2011 / 22:37 Uhr
Sauberes Trinkwasser und verbesserte Hygiene wäre am wichtigsten.
Sauberes Trinkwasser und verbesserte Hygiene wäre am wichtigsten.

San Francisco - Eine Reihe einfacher, bereits bekannter Massnahmen würde reichen, um das Leben von 4,2 Millionen Kinder zu retten, die in ärmeren Ländern jedes Jahr an Durchfall-Erkrankungen sterben. Kosten würde dies laut einer US-Studie nur 72 Rappen pro Kind.

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Christa Fischer-Walker von der John Hopkins School of Public Health in Baltimore (USA) hatte mit Simulationsprogrammen die möglichen Folgen eines Massnahmenkatalogs in 68 Ländern berechnet, die zusammen für 95 Prozent der Kindersterblichkeit durch Durchfallerkrankungen in der Welt stehen.

Diese Massnahmen sind einfach: Muttermilch für Babys, verbesserte Hygiene wie etwa das regelmässige Händewaschen, Verbesserung der Wasserqualität und Wasserbehandlung im Haushalt, Impfung gegen Rotaviren und Vitamin-A-Versorgung, zudem gelegentliche Zink-Gaben und Antibiotika gegen verschiedene weitere Darmerreger.

Der Einsatz von zusätzlich nur 80 US-Cent (72 Rappen) pro Kind würde die Todesrate bis zum Jahr 2015 um 78 Prozent sinken lassen, wie die Forscherin im Fachmagazin «PLoS Medicine» schreibt. Bei etwa 5,4 Millionen Todesfällen hiesse das, dass über 4 Millionen Kinder gerettet werden könnten.

Sollten in den betroffenen Ländern alle Einwohner an den Hygienemassnahmen teilnehmen, so würde dies 3,24 Dollar (2,93 Franken) pro Kopf kosten und 92 Prozent der durchfall-gefährdeten Kinder retten. Einfache Mittel und relativ wenig Geld wären also nötig, um das Millenniums-Ziel der UNO zu erreichen, schreiben die Forscher. Dieses strebt eine Reduzierung der Kindersterblichkeit in der Welt um zwei Drittel bis zum Jahr 2015 an.

(fest/sda)

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Geht das nicht etwas teurer?
Dann würden alle hinter Frau Fischers Projekt stehen. Aber warum denn einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Möglicherweise wäre auch das Problem der meines Erachtens nicht wirklich existierenden Nahrungsmittelknappheit einfach und kostengünstig zu lösen. Aber das ist ein anderes Thema.

Na gut, sie hat mit einem Simulationsprogramm gearbeitet. Naturkatastrophen und Kriege sind da nicht inbegriffen.
Aber falls es was nützen sollte, würden wir doch auch sofort Fr. 1.00 oder Fr. 5.00 mit Freude geben.

Welche Blamage, wir haben schon 2011 und schon viel zu lange über solche Themen geredet.
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