AHV-Revision: Neue Vorschläge stossen auf Ablehnung
publiziert: Mittwoch, 2. Nov 2005 / 18:37 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 2. Nov 2005 / 18:56 Uhr

Bern - Mit dem neuen Anlauf zur 11. AHV-Revision stösst der Bundesrat auf Ablehnung bei links und rechts.

Als «Sozialabbau in Reinkultur» qualifiziert der Schweizerische Gewerkschaftsbund die neue Vorlage.
Als «Sozialabbau in Reinkultur» qualifiziert der Schweizerische Gewerkschaftsbund die neue Vorlage.
3 Meldungen im Zusammenhang
Die politische Mitte - FDP und CVP - begrüssen das Rentenalter 65 für alle und die Überbrückungsrente als Schritt in die richtige Richtung.

Als «inakzeptabel, unbrauchbar und respektlos» sowie als «Sozialabbau in Reinkultur» qualifiziert der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) die neue Vorlage. Ihn stört, dass der Bundesrat am Frauen-Rentenalter 65 festhalten und keinen flexiblen Altersrücktritt einführen will.

Die Überbrückungsrente komme nur den Allerärmsten zu Gute und entlaste lediglich die Ergänzungsleistungen und die Sozialhilfe, schreibt der SGB.

Kein Grund für Abbau

Mit dem Nein zur 11. AHV-Revision am 16. Mai 2004 habe das Schweizer Stimmvolk eine flexible, sozialverträgliche Pensionierung ab 62 Jahren verlangt. Seine im Sommer lancierte Volksinitiative könne dieses Begehren erfüllen.

Die SP haut in die gleiche Kerbe - und verweist auf ihre eigene Volksinitiative «Nationalbankgold für die AHV». Angesichts schwarzer Zahlen bei der AHV gebe es keinen Grund für einen Abbau bei der Rentenanpassung nach dem Mischindex, hält die Partei fest.

Ruin der AHV

Ebenso empört ist die SVP, aber aus entgegengesetzten Gründen: Mit dem vorgeschlagenen Ausbau der Leistungen werde der drohende Ruin der AHV noch beschleunigt, schreibt sie. Würden Teilinvalide mit einer Überbrückungsrente in den Vorruhestand geschickt, werde das verheerende Finanzierungsproblem der IV zur AHV verlagert.

FDP und CVP sind mit der Stossrichtung der Vorschläge einverstanden. Sie bedeuteten einen ersten nötigen Schritt zur Entlastung der AHV.

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Der Bundesrat hat zwei ... mehr lesen
Die zweite Botschaft bringt die Erhöhung des Frauen-Rentenalters auf 65 Jahre.
Es wird eine «Überbrückungsrente» für einkommensschwache Personen ab 62 Jahren eingeführt.
Bern - Der Bundesrat will trotz ... mehr lesen
Versicherungen Bern - Die Neuauflage der 11. ... mehr lesen
Vor allem die Überbrückungsrente stösst auf Kritik.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Durch die Massnahme sollten Saisonmitarbeitenden im Gastgewerbe Ganzjahresperspektiven geboten werden.
Durch die Massnahme sollten Saisonmitarbeitenden im ...
Verbände Bern - Um den Herausforderungen der saisonbedingten Arbeitslosigkeit und des Fachkräftemangels im Gastgewerbe zu begegnen, wurde 2019 der Pilotversuch Mitarbeiter-Sharing gestartet, der nun mangels Beteiligung der Teilnehmenden beendet wird. mehr lesen  
Coronavirus  Bern - Der Bundesrat hat heute beschlossen, das summarische Abrechnungsverfahren für Kurzarbeitsentschädigung (KAE) bis zum 31. März 2022 für alle Unternehmen zu verlängern. Vom 1. Januar 2022 bis zum 31. März 2022 wird zudem die Karenzzeit für alle Unternehmen aufgehoben. mehr lesen  
Bern - Nach 26 Jahren in der Uhrenstadt am Jurasüdfuss verabschiedet sich das Bundesamt für Wohnungswesen BWO von Grenchen. Das Amt zieht per Mitte Dezember 2021 wieder zurück nach Bern. mehr lesen
Das neue Bundesamt für Wohnungswesen BWO an der Hallwylstrasse 4 in Bern.
«Square Kilometre Array Observatory» (SKAO): Im Bild links geplante SKA-Parabolantennen; rechts zu sehen geplante SKA-Dipolantennen (jede etwa zwei Meter hoch).
Das empfindlichste Radioteleskop des 21. Jahrhunderts  Bern - Mit dem «Square Kilometre Array», dem empfindlichsten Radioteleskop des 21. Jahrhunderts, soll die Entstehung der ersten Sterne und Galaxien erforscht werden. Betrieben wird ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich -1°C 3°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder recht sonnig
Basel -2°C 5°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
St. Gallen -3°C 1°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder recht sonnig
Bern -2°C 2°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder recht sonnig
Luzern -1°C 3°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder recht sonnig
Genf -2°C 5°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder Nebelfelder
Lugano 1°C 8°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten