Aargau baut neues Gefängnis
publiziert: Donnerstag, 17. Jun 2004 / 15:36 Uhr

Aarau - Die Gefängnisse im Kanton Aargau sind überbelegt. Die Regierung will daher jetzt den seit Jahren geplanten Neubau eines Zentralgefängnisses in Lenzburg vorantreiben.

Die Situation sei besorgniserregend.
Die Situation sei besorgniserregend.
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Es sei eine Situation, die uns Sorge bereitet, sagte der Aargauer Regierungsrat Kurt Wernli vor den Medien in Aarau. Wie in andern Anstalten des Nordwest- und Innerschweizer Strafvollzugskonkordats, zu dem der Aargau gehört, seien die Gefängnisse zu 100 Prozent oder mehr ausgelastet.

Betroffen ist laut Wernli vor allem die Untersuchungshaft in den Bezirksgefängnissen. Aber auch im Strafvollzug sei es wegen Platzmangels schon zum Aufschub des Strafantritts gekommen. So gab es Fälle, wo Personen zum Absitzen einer Kurzstrafe aufgeboten wurden, das Bett aber schon von einem Untersuchungshäftling belegt war.

Zu den Ursachen der Überbelegung äusserten sich die Vertreter der Strafvollzugsbehörden zurückhaltend. Zwar ist die Kriminalität in der Schweiz 2003 im dritten Jahr in Folge angestiegen. Doch gemäss Michael Leupold, Chef der Abteilung Strafrecht im Aargauer Departement des Innern, gab es in der langjährigen Statistik immer Schwankungen.

Wir sind jetzt in einem Zehn-Jahres-Hoch, sagte Leupold. Noch 2001 sei dagegen im Aargau die Gefängnisbelegung im Bereich von 60 Prozent gelegen. Auf solch kurzfristige Schwankungen könne nicht sogleich mit Bauten reagiert werden.

Längerfristig braucht der Kanton aber dringend das in Lenzburg geplante neue Zentralgefängnis, wie Innendirektor Wernli sagte. Der Grosse Rat hat dem Planungskonzept bereits 2000 zugestimmt. Wegen der Finanzlage des Kantons wurde das Projekt aber aufgeschoben. Nun soll noch im laufenden Jahr eine Botschaft ans Parlament gehen.

Wernli hofft, dass das neue Gefängnis 2008 bereit steht. Damit sollen nicht nur 30 neue Plätze geschaffen, sondern von den neun Bezirksgefängnissen auch jene ersetzt werden, die veraltet sind.

(bsk/sda)

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