Abgewiesene Asylsuchende im Hungerstreik

publiziert: Freitag, 27. Mai 2005 / 22:52 Uhr

Lausanne - Der am Dienstag vom Kanton Waadt in Ausschaffungshaft gesetzte 32-jährige Bosnier befindet sich im Hungerstreik. Er verweigert seit dem Eintritt in das Genfer Ausschaffungsgefängnis in Frambois die Nahrungsaufnahme.

Der Mann bleibe so lange in Frambois, bis ein Platz in einem Flug nach Sarajevo frei sei.
Der Mann bleibe so lange in Frambois, bis ein Platz in einem Flug nach Sarajevo frei sei.
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Die Asylkoordination unterstütze das Vorgehen des Bosniers, teilte die Hilfsorganisation für Asylsuchende mit. Er gehört zur so genannten Gruppe der 523. Deren Asylanträge waren von der Eidgenossenschaft definitiv aubgelehnt worden. Die Waadtländer Regierung will nun die Entscheide aus Bern durchsetzten und die Leute nötigenfalls zur Rückkehr in die Heimat zwingen.

Der Bosnier stamme aus der Region Srebrenica, sei Vater von drei Kindern, lebe aber getrennt von seiner Familie, schreibt die Asylkoordination weiter.

Bedauerliche Geschehnisse

Von den Zwangsmassnahmen ist nur er betroffen. Am 15. Februar haben seine Frau und seine Kinder aus Bern den Bescheid über ihre provisorische Aufnahme erhalten, hatte Catherine Lavanchy, Sprecherin des zuständigen kantonalen Departements am Dienstag erklärt. Der Mann bleibe so lange in Frambois, bis ein Platz in einem Flug nach Sarajevo frei sei.

Der Mann lebe von seiner Frau getrennt, weil ein Gericht im letzten Juni wegen Gewalt in der Ehe die Trennung angeordnet habe, sagte Lavanchy weiter. Ausserdem war er wegen Diebstahls zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Aus Sicht der Asylkoordination sind diese Geschehnisse bedauerlich. Sie reichten aber nicht zur Rechtfertigung der Ausschaffung.

(bert/sda)

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