Abschiedsfeier von Sigi Feigel

publiziert: Sonntag, 12. Sep 2004 / 21:38 Uhr

Zürich - An einer Feier zum Abschied von Sigi Feigel haben verschiedene Persönlichkeiten nochmals dessen Zivilcourage, Tatkraft und Gradlinigkeit gedacht. Sie gaben der Gewissheit Ausdruck, dass Feigels Wirken in die Zukunft ausstrahlen werde.

Zuversichtliche Worte zum Gedenken an Sigi Feigel.
Zuversichtliche Worte zum Gedenken an Sigi Feigel.
Rund 750 Personen aus Politik, Kultur und Wirtschaft nahmen im vollbesetzten Saal im Gemeindehaus der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich an der Feier teil. Feigel war am 28. August 2004 in seinem 84. Lebensjahr nach schwerer Krankheit gestorben.

Worten folgten Taten

Gerade in unserer heutigen Welt brauche es Menschen wie Sigi Feigel, sagte alt Bundesrat Kaspar Villiger in seiner Ansprache. In einer Zeit, in der die Verunsicherung gross sei, brauche es Menschen, die klar Stopp riefen - Menschen wie Feigel eben. Er habe es aber nie bei Worten bewenden lassen, sondern stets gehandelt.

In der schwierigen und schmerzlichen Holocaust-Debatte habe ein kleiner, alter Jude mit einer grossen Persönlichkeit die richtigen Worte gesagt: Feigel habe Brücken gebaut. Und zwar nicht von einer diffusen Mitte her, sondern von einer klaren Position aus. Feigels Vorbild, so Villiger, werde noch lange wirken.

Keine Berührungsängste

Als persönlicher Freund des Verstorbenen sprach Werner Kramer von der Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz. Ohne Berührungsängste sei Feigel auf die Menschen zugegangen - ungeachtet deren politischer Herkunft oder religiöser Zugehörigkeit.

So habe er viele Freunde gewonnen. Feigel sei zudem ein Mensch gewesen, der bei Siegen nicht triumphierte und bei Niederlagen nicht versank.

Gestorben sei Sigi Feigel nach einem reichen, überreichen Lebenswerk - aber nicht lebenssatt. Im Gegenteil, noch in den letzten Tagen seines Lebens, gezeichnet von Krankheit, sei er tatendurstig gewesen.

Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institutionen erinnerten an Feigels Engagement für Minderheiten, an seine - oft unbequeme - Gradlinigkeit, seine Zivilcourage und seine Tatkraft. Dazu gekommen seien Herzensgüte, Humor und ein Schuss Selbstironie. Der ehemalige ICZ-Präsident Werner Rom brachte es auf den Punkt: Die Welt hat einen besonderen Juden verloren.

(sl/sda)

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