Abtreibungsgegner ziehen Zahlen in Zweifel

publiziert: Freitag, 10. Feb 2006 / 17:05 Uhr

Bern - Sowohl Gegner als auch Befürworter des straflosen Schwangerschaftsabbruchs begrüssen die Aufarbeitung der Zahlen zu Schwangerschaftsabbrüchen durch das Bundesamt für Statistik (BFS). Die stabile Abbruchrate kommentieren sie unterschiedlich.

Es gab unterschiedliche Kommentare zu den Zahlen des straflosen Schwangerschaftsabbruchs in der Schweiz.
Es gab unterschiedliche Kommentare zu den Zahlen des straflosen Schwangerschaftsabbruchs in der Schweiz.
3 Meldungen im Zusammenhang
Die Schwangerschaftsabbruch-Infostelle, die aus der Vereinigung für die Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruchs (SVSS) hervorgegangen ist, sieht sich in ihrer Haltung bestätigt. Seit Einführung der Fristenregelung würden nicht mehr Abbrüche durchgeführt als vorher, hält sie in einer Mitteilung fest.

Dies lasse sich trotz der Tatsache, dass die kantonalen Statistiken noch nicht vollständig vereinheitlicht seien, «mit Sicherheit» sagen. Anders sieht dies die Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind (SHMK), welche die Fristenregelung bekämpft hatte. Sie zieht die Statistik in Zweifel.

«Pille danach» nicht in der Statistik erfasst

Die Zahlen der verschiedenen Jahre seien nicht vergleichbar, sagte SHMK-Sprecher Christoph Keel gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Für die Jahre 2000 bis 2003 habe das BFS die Zahlen von der SVSS - einer Interessengruppe - übernommen, gab er zu bedenken.

Die SHMK zeigt sich überzeugt, dass die Schwangerschaftsabbrüche seit Einführung der Fristenregelung zugenommen haben. Es gebe Hinweise aus Spitälern, wonach Abbrüche als Fehlgeburten deklariert würden, sagte Keel. Ausserdem werde die «Pille danach» immer häufiger eingenommen. Diese Form des «Abbruchs» sei in der Statistik nicht erfasst.

(smw/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Abtreibungen sollen künftig ... mehr lesen 22
«Wir wollen weniger Abtreibungen»
Auf 1000 Geburten kamen rund 150 Abbrüche.
Bern - Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in der Schweiz ist seit Einführung der Fristenlösung im Jahr 2002 nicht angestiegen. mehr lesen
Neuenburg - Die Schweiz weist im ... mehr lesen
Vor allem ethnische Minderheiten sind von Teenagergeburten betroffen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schon lange auf der Liste: Basler Fasnacht.
Schon lange auf der Liste: Basler Fasnacht.
Mitmachen erwünscht  Das Bundesamt für Kultur (BAK) aktualisiert zum zweiten Mal die seit 2012 bestehende «Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz». Auch die Bevölkerung ist aufgerufen, lebendige Traditionen für die Aktualisierung vorzuschlagen. mehr lesen 
Publinews Im Haushalt passieren jeden Tag zahlreiche Unfälle. Dabei sind Senioren häufiger betroffen als Kinder oder Erwachsene im ... mehr lesen  
Ein Missgeschick kann immer passieren.
Die Preise sind gegenüber dem Vorjahr um 6,9% gestiegen.
Produzenten- und Importpreisindex im Mai 2022  Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise erhöhte sich im Mai 2022 gegenüber dem Vormonat ... mehr lesen  
Weiterbildung in der Schweiz im Jahr 2021  Im Jahr 2021 haben sich 45% der Bevölkerung weitergebildet. Dieser Anteil ist relativ hoch, im Vergleich zur letzten Erhebung vom Jahr 2016 entspricht es jedoch einem Rückgang ... mehr lesen
Mit zunehmendem Bildungsniveau steigt der Anteil der Personen, die an Weiterbildungsaktivitäten teilnehmen.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 9°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Basel 10°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 11°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
Bern 8°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Luzern 9°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Genf 11°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Lugano 13°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten