Marsch auf Bani Walid

Abwarten der NATO-Offensive

publiziert: Samstag, 10. Sep 2011 / 21:15 Uhr
Die NATO fliegt seit mehreren Monaten Bombenangriffe auf Libyen.
Die NATO fliegt seit mehreren Monaten Bombenangriffe auf Libyen.

Tripolis - Die Kämpfer des libyschen Übergangsrats haben am Samstag den Befehl zum Angriff auf die letzten Gaddafi-Bastionen abgewartet. Der Beginn der Offensive auf das nordwestliche Bani Walid und Gaddafis Heimatstadt Sirte an der Küste wurde verschoben.

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Der Vormarsch auf die Wüstenstadt Bani Walid sei am Samstag offenbar in Erwartung der Verstärkung durch NATO-Luftangriffe gestoppt worden. Dies sagte der Chefunterhändler des Nationalen Übergangsrats, Abdullah Kenschil.

Rund 30 Kilometer vor Bani Walid zogen am Samstag weitere Einheiten für eine mögliche Erstürmung der Stadt auf, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. An der östlichen Front der Stadt war Artilleriefeuer zu hören.

Aus einem Vorort von Bani Walid berichtete ein Reuters-Korrespondent von mindestens fünf NATO-Luftangriffen. Es seien schwere Explosionen zu hören gewesen und NATO-Kampfjets am Himmel gesichtet worden.

Der Nationale Übergangsrat hatte den Anhängern des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi in Bani Walid, Sirte sowie im zentrallibyschen Sebha und in der Oase Dschufra eine Frist bis Mitternacht in der Nacht zum Samstag gesetzt, um sich zu ergeben.

In Misrata, eine der Hochburgen des Übergangsrats, sammelten sich zahlreiche gut bewaffnete und ausgerüstete Kämpfer, um gegen Gaddafis Getreue in südlicher Richtung oder entlang der Küste in Richtung Sirte vorzugehen. Die Zahl der Kämpfer in Misrata lag unterschiedlichen Angaben zufolge zwischen 12'000 und 18'000.

Dschalil in Tripolis

Der Chef des Übergangsrats, Mustafa Abdel Dschalil, begab sich am Samstag zu seinem ersten Besuch in die Hauptstadt Tripolis, seit dem Fall von Gaddafis Hauptquartier am 23. August. Der Übergangsrat werde sich erst nach der «vollständigen Befreiung» des Landes in Tripolis niederlassen, sagte Dschalil.

Bei einem Zwischenstopp in Misrata wies er darauf hin, dass Gaddafi «noch immer am Leben» sei und über «Geld und Gold» verfüge. Damit könne er sich «Männer kaufen», warnte der ehemalige Justizminister unter Gaddafi.

In Bengasi demonstrierten am Samstag mehrere hundert Menschen gegen «Opportunisten» und «Wendehälse» im regierenden Übergangsrat. Das Gremium müsse sich von Mitgliedern trennen, die noch bis kurz vor Ausbruch des Volksaufstandes dem System des Diktators Gaddafi gedient hatten, verlangten die Demonstranten, wie der Nachrichtensender Al-Dschasira berichtete.

(dyn/sda)

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