Protestierende Studenten

Ägyptische Polizei geht hart gegen islamistische Proteste vor

publiziert: Freitag, 27. Dez 2013 / 08:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 27. Dez 2013 / 19:42 Uhr
Bei dem Konflikt seien auch Schüsse gefallen, hiess es.(Symbolbild)
Bei dem Konflikt seien auch Schüsse gefallen, hiess es.(Symbolbild)

Kairo - Bei schweren Zusammenstössen zwischen Anhängern des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi und der Polizei in mehreren Städten Ägyptens sind am Freitag drei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 265 seien festgenommen worden, teilte das Innenministerium mit.

7 Meldungen im Zusammenhang
Das Ministerium machte die Muslimbruderschaft für die jüngsten Todesopfer verantwortlich. Ein Sprecher warf den Demonstranten vor, Schusswaffen und Brandbomben eingesetzt zu haben.

Die Übergangsregierung hatte die Muslimbruderschaft am Mittwoch als Terrororganisation eingestuft und ein Demonstrationsverbot gegen ihre Anhänger verhängt. Dennoch versammelten sich nach den Freitagsgebeten in zahlreichen Städten Islamisten zu Kundgebungen.

In Kairo ging die Polizei mit Tränengas gegen Demonstranten vor, die aus einem Studentenwohnheim der islamischen Universität Steine auf die Sicherheitskräfte warfen. Auch bei anderen Demonstrationen in der Hauptstadt setzte die Polizei Tränengas gegen die Teilnehmer ein. Zusammenstösse wurden unter anderem auch aus der Stadt Ismailija am Suez-Kanal gemeldet.

Nach Spitalangaben wurde mindestens ein Mann bei Zusammenstössen in der Stadt Samalut südlich von Kairo erschossen - von wem, blieb zunächst offen. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte auf Nachfrage, der Vorfall werde untersucht. Bei den Unruhen in der Provinz Minja sei auch ein Polizist verletzt worden.

"Woche des Zorns" ausgerufen

Die Einstufung der Bruderschaft als Terrororganisation folgte als Reaktion auf einen Selbstmordanschlag auf ein Polizeigebäude, bei dem am Dienstag 15 Menschen getötet worden waren. Die Regierung macht die Organisation dafür verantwortlich, obwohl die Gruppierung die Tat verurteilte.

Nach Ansicht des Innenministeriums fällt jeder Ägypter, der die Muslimbruderschaft unterstützt oder finanziert, in der Organisation Funktionen ausübt, für ihre Ziele wirbt oder an ihren Kundgebungen teilnimmt, unter die Terrorismus-Bestimmungen des Strafgesetzbuches.

Diese sehen Haftstrafen von mindestens fünf Jahren vor. Die Bruderschaft rief ihre Anhänger von Freitag an zu einer "Woche des Zorns" auf, um gegen den Regierungsbeschluss zu protestieren.

(ig/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kairo - In Ägypten sind am Montag 139 Anhänger des gestürzten Präsidenten ... mehr lesen
Hundertausende Anhänger müssen mit Verhaftung rechnen, wenn sie Aufnahmen oder Schriften der Organisation besitzen.
Unter den Festgenommenen ist der Australier Peter Greste, ein ehemaliger BBC-Reporter.
Kairo - Die ägyptische Geheimpolizei hat zwei bekannte Journalisten des Senders Al-Dschasira festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, mit ihrer Berichterstattung die Sicherheit des Landes zu ... mehr lesen
Die Studenten waren Unterstützer des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi.
Kairo - Islamistische Studenten ... mehr lesen
Kairo - In Ägypten sind am Donnerstag erstmals mehrere Muslimbrüder wegen der «Mitgliedschaft in einer ... mehr lesen
Durch die Einstufung als «Terrororganisation» können künftig alle Mitglieder der Muslimbruderschaft verfolgt werden. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bei einem Bombenanschlag auf die Zentrale der Polizei in der nordägyptischen Stadt Al-Mansura sind nach offiziellen Angaben 15 Menschen ums Leben gekommen. 134 weitere Personen seien bei dem Attentat in der Nacht zum Dienstag verletzt worden, teilten das Gesundheits- und das Innenministerium in Kairo mit. mehr lesen 
Die Proteste richten sich unter anderem gegen ein neues Demonstrationsgesetz.(Symbolbild)
Kairo - In Ägypten formiert sich eine ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Das neue Material kann nicht nur den Aufprall von Basaltpartikeln und grösseren Aluminiumsplittern absorbieren, sondern diese Geschosse auch nach dem Aufprall konservieren. (Symbolbild)
Das neue Material kann nicht nur den Aufprall von Basaltpartikeln und ...
SynBio-Material TSAM besteht aus Proteinen  Ein Team aus Kent unter der Leitung der Professoren Ben Goult und Jen Hiscock hat ein bahnbrechendes neues stossdämpfendes Material entwickelt und patentiert, das sowohl den Verteidigungssektor als auch die Planetenforschung revolutionieren könnte. mehr lesen 
Die ETH Zürich und das Technologiezentrum des VBS - armasuisse Wissenschaft und Technologie - lancieren ein gemeinsames Programm ... mehr lesen  
Der Wissenstransfer soll die Entwicklung der Robotik in der Schweizer Armee beschleunigen.
Griechenland, Lesbos, 9.September 2020: Flüchtlinge nach dem Feuer im Camp Moria.
Fotografie Ärzte ohne Grenzen und Magnum: 50 Jahre im Einsatz  2021 markierte das 50-jährige Bestehen von Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Fronitères (MSF). Die ... mehr lesen  
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de ... mehr lesen
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich -3°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 0°C 4°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen -6°C 1°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern -3°C 2°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern -2°C 2°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Genf 0°C 5°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 1°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten