Aids-Kranke in Entwicklungsländern sollen behandelt werden

publiziert: Dienstag, 30. Nov 2004 / 12:42 Uhr

Zürich - Auch die Menschen in Entwicklungsländern sollen Zugang zu effizienten Medikamenten zur Aids-Behandlung erhalten. Das fordert Médecins sans frontières (MSF) zum Welt-Aids-Tag. Der Bund müsse seine Entwicklungshilfe danach ausrichten.

AIDS ist noch immer nicht heilbar.
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Prävention gegen Aids sei wichtig, aber in Entwicklungsländern brauche es mehr, lautet die zentrale Botschaft der MSF Schweiz zum 1. Dezember. Die Organisation forderte deshalb in Zürich Bund und Schweizer Nichtregierungs-Organisationen (NGO) auf, im Kampf gegen Aids verstärkt auf die Behandlung zu setzen.

Die so genannte antiretrovirale Behandlung (ARV) - auch Tritherapie genannt - ermöglicht es heute, das Leben von HIV-positiven Menschen zu verlängern: Aids hat sich von einer tödlichen zu einer chronischen Krankheit verwandelt.

Das gilt aber laut MSF für die Industrieländer, während in ärmeren Ländern die meisten Aidskranken keinen Zugang zu einer Behandlung hätten. Gleichzeitig lebten aber 95 Prozent der weltweit HIV-Infiszierten in Entwicklungsländern. Bisher sind dort rund 20 Millionen Menschen an Aids gestorben.

Die Regierungen von Industrie- und Entwicklungsländern führen laut MSF diverse Gründe dafür an, dass die ARV-Behandlung nicht gefördert werden könne: Es fehle an entsprechender medizinischer Infrastruktur sowie an qualifiziertem Personal, und die Behandlung sei zu teuer.

Mit eigenen Projekten beweisen die Ärzte ohne Grenzen aber das Gegenteil: Seit 2001 betreue MSF 23 000 Patientinnen und Patienten in 27 Entwicklungsländern mit ARV. Die Erfolgsquote entspreche derjenigen von Industrieländern. Die Erfahrungen zeigten, dass die Behandlung mit ARV auch unter den schwierigen Bedingungen von Entwicklungsländern möglich sei.

Mit ihrer traditionell humanitären Politik könnte die Schweiz ein Beispiel für andere entwickelte Länder werden, indem sie ihre Strategie im Kampf gegen Aids in ärmeren Ländern überdenke, regt die Hilfsorganisation an. Aber auch für medizinische NGO´s müsse die Behandlung mit ARV zu einem selbstverständlichen Bestandteil ihrer Arbeit werden.

(rr/sda)

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