American Football: Tampa überraschender Super-Bowl-Sieger
publiziert: Montag, 27. Jan 2003 / 12:05 Uhr

(Si/Reuters/APA) Die Tampa Bay Buccaneers haben in San Diego überraschend die 37. Super Bowl gewonnen. Das Team aus Florida besiegte im Kampf um die begehrteste Trophäe im amerikanischen Sport die Oakland Raiders aus Kalifornien mit 48:21 (20:3).

Für die Buccanneers war es der erste Sieg, für die mit einer Wettquote von 4:1 favorisierten Raiders die zweite Niederlage im fünften Final der National Football League (NFL), nachdem sie die "Vince-Lombardi-Trophy" 1977, 1981 und 1984 gewonnen hatten.

Die beste Verteidigung der NFL-Saison setzte sich vor 71 000 Zuschauern gegen das offensiv stärkste Team der Liga durch. Nach einem 0:3-Rückstand erzielten die Buccaneers zwei Fieldgoals und zwei Touchdowns durch Mike Alstott und Keenan McCardell zur 20:3-Pausenführung. Spielentscheidend war das zweite Viertel, das die "Bucs" 17:0 gewannen.

Jackson MVP

Zu Beginn des dritten Viertels sorgten erneut McCardell sowie Dwight Smith mit weiteren Vorstössen in die gegnerische Endzone für die Entscheidung. Der Schlussspurt der Raiders kam zu spät. Zudem warf der Raiders-Quarterback Rich Gannon fünf Fehlzuspiele, die zu drei Touchdowns für Tampa Bay führten. Tampas Dexter Jackson fing zwei jener Pässe von Gannon ab und wurde letztlich zum wertvollsten Spieler der 37. Super Bowl gekürt. In der ganzen Saison waren nur insgesamt zehn Würfe von Gannon beim Gegner gelandet. Auf der Gegenseite gelang Tampas Quarterback Brad Johnson eine solide Leistung. Allein seine Zuspiele brachten einen Raumgewinn von 215 Yards ein.

Die im Playoff so imponierende Oakland-Offensive blieb stumpf. Der erste Touchdown gelang den Raiders erst nach mehr als 42 Minuten durch Jerry Porter. Immerhin schaffte ihr Verteidiger Eric Johnson in der 46. Minute eine Rarität: Er erzielte einen Blocked Punt Return Touchdown (Touchdown nach geblocktem Abschlag des Gegners), den erst dritten in der Super-Bowl-Geschichte. Auch Football-Legende und Raiders-Wide-Receiver Jerry Rice hatte noch seinen Auftritt: Er fing einen 48-yard-Pass von Gannon und erzielte seinen 22. Playoff-Touchdown. Rice ist der erste 40-Jährige, der in einer Super Bowl zu sehen war. Das alles war jedoch nur ein kurzes Strohfeuer der auch ein wenig von den Schiedsrichtern benachteiligten Kalifornier. Den Schlusspunkt setzten die "Bucs" mit zwei Touchdowns jeweils nach Interventionen durch Derrick Brooks und erneut Smith. Die hoch eingeschätzte Abwehr von Tampa wurde damit ihrem Ruf vollauf gerecht. Deren Rrecken liessen kaum einen gefährlichen Angriff der Raiders zu und erzielten zudem noch drei Touchdowns.

Eine besondere Genugtuung bedeutete der Erfolg auch für den "Überläufer" Jon Gruden, den Trainer von Tampa. Der 39-Jährige ist der jüngste Headcoach, der die Super Bowl gewinnen konnte. Vor einem Jahr war er in einer Nacht-und-Nebel-Aktion für eine Ablösesumme von acht Millionen Dollar von Oakland zu Tampa gewechselt.

Randalierende Raiders-Fans

Ganz in amerikanischem Stil wurden die Vorspiel- und die Halbzeit-Show zelebriert. Carlos Santana brachte die Football-Fans vor dem bedeutendsten amerikanischen Sportevent in Stimmung, Céline Dion sang "God bless America", und The Dixie Chicks präsentierten die US-Hymne. Zur Pause sorgten Shania Twain sowie No Doubt für Schwung, und nach Spielende heizte Bon Jovi ein.

Während tausende jubilierende Buccaneers-Fans in Tampa Bay und Umgebung auf den Strassen und Plätzen der Stadt den Triumph ihrer Mannschaft mit Feuerwerken, Hupkonzerten und dergleichen enthusiastisch feierten, kam es in Oakland zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Tränengas ein, feuerte Gummigeschosse ab und nahm gegen 25, zumeist betrunkene Personen fest, die Steine und Flaschen geworfen und Autos in Brand gesteckt hatten. Die Raiders-Fans gelten ohnehin als die berüchtigsten innerhalb der NFL.

(bert/sda)

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