Amnestie: Birma lässt wieder Gefangene frei

publiziert: Montag, 3. Jan 2005 / 07:13 Uhr / aktualisiert: Montag, 3. Jan 2005 / 10:17 Uhr

Rangun - In Birma hat die Militärregierung die Freilassung von mehreren tausend Häftlingen angekündigt. Vor dem Unabhängigkeitstag am 4. Januar würden insgesamt 5588 Insassen freigelassen, teilte die Junta am Sonntag im staatlichen Radio mit.

Birma (Myanmar) habe im Zuge der Amnestie fast 20000 Häftlinge freigelassen.
Birma (Myanmar) habe im Zuge der Amnestie fast 20000 Häftlinge freigelassen.
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Sie hätten sich durch gute Führung und Dienst am Staat ausgezeichnet. Insgesamt würden sich damit im Zuge einer weitreichenden Amnestie die Zahl der seit Mitte November in Birma freigelassenen Häftlinge auf fast 20 000 erhöhen.

Etwa 50 Oppositionelle sollen unter den Freigelassenen sein; die prominente Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi steht dagegen weiter unter Hausarrest.

Hunderttausend Menschen in Gefängnissen

Die ersten Freilassungen hatte die Junta damit begründet, dass sie vom inzwischen aufgelösten Militärgeheimdienst fälschlicherweise inhaftiert worden seien. In den Gefängnissen und Arbeitslagern des autoritär regierten Birma werden schätzungsweise hunderttausend Menschen festgehalten.

Laut dem aktuellen Jahresbericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International sind in Birma etwa 1350 politische Gefangene inhaftiert. Der Junta in Rangun werden schwere Menschenrechtsverletzungen zur Last gelegt.

(fest/sda)

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