Andreas Notter spricht über philippinische Geiselnehmer
publiziert: Mittwoch, 22. Apr 2009 / 18:40 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 22. Apr 2009 / 19:52 Uhr

Manila - Die drei entführten IKRK-Delegierten haben die Todesdrohungen der Rebellen sehr ernst genommen. Das berichtete Andreas Notter, der während 93 Tagen auf den Philippinen als Geisel gehalten wurde, in Genf.

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Er sei sehr froh, wieder zuhause zu sein, sagte der Schweizer an einer stündigen Medienkonferenz am Hauptsitz des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK). Detailreich schilderte er seine Entführung, «eine sehr schwierige Erfahrung».

«Wir nahmen die Drohungen sehr ernst, denn wir wussten, dass die Entführer in der Vergangenheit nicht zögerten, ihre Geiseln zu köpfen», sagte Notter weiter. Die Rebellen hatten mehrmals mit der Tötung der Geiseln gedroht, falls sich die philippinischen Regierungstruppen nicht zurückzögen.

Zwischen Gefechte geraten

«Es war für uns ein Schock, als wir von den Drohungen hörten. Wir wurden gezwungen, die Drohungen dem IKRK zu übermitteln», sagte der Aargauer.

Die Situation der Geiseln sei oft nicht leicht gewesen. «Einmal gerieten wir zwischen zwei Gefechte. Innert Sekunden mussten wir unsere Sachen zusammenpacken und an einen anderen Ort wechseln. Der Druck war sehr gross», erzählte Notter. Während der drei Monate habe es viel geregnet, oft sehr stark; auch die vielen Tiere hätten die Geiseln beunruhigt.

Keine gewaltsame Befreiung

Notter dementierte das Gerücht, dass er von der philippinischen Armee gewaltsam befreit worden ist. «Es ist immer noch etwas verwirrend für mich», sagte er. Sie seien durch den Dschungel gegangen, als er sich plötzlich alleine vorfand. Er habe dann aus dem Dschungel fliehen können.

Zwei Tage zuvor sei er von seinem Mitgefangenen Eugenio Vagni getrennt worden, weil dieser nicht mehr laufen konnte. «Eugenio ist schwer verletzt wegen seines Leistenbruchs. Er braucht dringend eine Operation», sagte Notter über den italienischen IKRK-Delegierten.

(fest/sda)

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