Angeklagte im Fall Epalinges vor Gericht
publiziert: Freitag, 12. Nov 2010 / 23:13 Uhr

Lausanne - Im Prozess gegen die beiden Einbrecher von Epalinges fordert der Staatsanwalt lebenslänglich für den Einbrecher, der die Tat abstreitet und 15 Jahre Gefängnis für seinen geständigen Mitangeklagten.

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Dem serbischen Asylbewerber und seinem Schweizer Mitangeklagten wird vorgeworfen Ende Dezember 2008 einen pensionierten Mann zu Tode geprügelt zu und dessen Ehefrau misshandelt zu haben. Die beiden Täter müssen sich wegen Mordes und qualifizierten Raubes verantworten.

Die beiden Angeklagten seien die Täter, zeigte sich am Freitag der Waadtländer Staatsanwalt Eric Cottier überzeugt. Beide hätten zugeschlagen, beide hätten dem 67-jährigen Opfer noch gegen den Kopf getreten, als dieses schon stark blutend und stöhnend am Boden gelegen habe.

Der 29-jährigen Serbe sei sehr wohl an der Tat beteiligt gewesen; die Frau des Opfers habe ihn wieder erkannt. Zudem seien auf seiner Jacke und Hose DNA-Spuren des getöteten Mannes sichergestellt worden. Und schliesslich habe der Komplize zugegeben, dass sie gemeinsam in der Villa gewesen sind.

Anführer des Duos war der 24-jährige Schweizer, was er nicht abstreitet. Doch er verneint, zugeschlagen zu haben. Auch dieser Aussage schenkte der Staatsanwalt keinen Glauben. Dennoch forderte eine tiefere Strafe als für den Serben.

Cottier begründete dies damit, dass der Täter bei den Untersuchungen kollaboriert, «eine gewisse Aufrichtigkeit» gezeigt und sich entschuldigt habe. Werden aber frühere Bewährungsstrafen vollzogen, so droht dem Angeklagten eine Gefängnisstrafe von 19 Jahren.

Die Anwältin der Zivilklägerin hatte zuvor lebenslängliche Strafen für beide Angeklagten gefordert. Die Strafe sollte «exemplarisch und abschreckend» sein.

Im Zweifel für den Angeklagten

Der Verteidiger des Serben, Jean Lob, zeigte sich von der Unschuld seines Mandanten überzeugt. Dieser sei Opfer eines Komplotts seines Mitangeklagten. Ausserdem habe die Polizei ihre Untersuchung einzig zu Lasten des Angeklagten geführt. Deshalb forderte Lob im Zweifel für den Angeklagten einen Freispruch.

Mathias Burnand, Verteidiger des Schweizer Angeklagten, verlangte eine mildere Strafe als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Sein Mandant solle in eine spezialisierte Anstalt für junge Erwachsene eingewiesen werden, damit er endlich eine Ausbildung anfangen könne.

(bert/sda)

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