Annan ruft zu Darfur-Friedensmission auf

publiziert: Donnerstag, 26. Mai 2005 / 19:20 Uhr

Addis Abeba - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat an einer Geberkonferenz für die sudanesische Krisenregion Darfur die Weltgemeinschaft zur Zusage von Hilfsgeldern aufgerufen.

Kofi Annan sprach von einem Rennen gegen die Zeit.
Kofi Annan sprach von einem Rennen gegen die Zeit.
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Sollten Gewalt und Furcht die Menschen auch im kommenden Jahr davon abhalten, ihre Felder zu bestellen, dann kommt eine humanitäre Hilfsaktion von gigantischen Ausmassen auf uns zu, warnte Annan am Donnerstag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.

Annan sprach von einem Rennen gegen die Zeit. In den kommenden Monaten würden 350 Millionen US-Dollar für Nahrungsmittelhilfen benötigt. Die Menschen seien weiterhin Ziel von Angriffen. Annan selbst will nach der Konferenz nach Darfur reisen, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen.

200 Mio. Dollar zugesichert

An der Konferenz haben bereits fünf Länder insgesamt knapp über 200 Mio. Dollar (246 Mio. Franken) versprochen. Die grösste Zuwendung kommt aus Kanada mit 134 Mio. Dollar. Weitere Staaten wollten sich im Laufe des Tages äussern.

An der Konferenz geht es um die finanzielle und logistische Unterstützung der Friedensmission der Afrikanischen Union (AU). Derzeit stehen mehr als 2000 Soldaten der AU in Darfur im Einsatz. Sie sollen eine weitere Verfolgung der Bevölkerung durch Milizen verhindern.

Die AU hat vor kurzem eine Aufstockung der Truppe auf 7700 Mann bis September beschlossen. Für die Finanzierung der erweiterten Mission sollen Gelder in Höhe von 460 Millionen Dollar zusammenkommen.

Truppen und Mittel reichen nicht

Gemäss dem AU-Präsidenten Alpha Oumar Konaré reichen die Truppenstärke und die logistischen Mittel bei weitem nicht aus, um etwas zu bewirken.

Seit Februar 2003 kämpfen in Darfur im Westen des Sudan zwei schwarzafrikanische Rebellengruppen gegen die arabisch geprägte Zentralregierung in Khartum. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen starben bislang bis zu 300 000 Menschen in dem Konflikt. Rund 2,4 Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben.

(sl/sda)

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