Apple veröffentlicht erstmals weltweite Zuliefererliste

publiziert: Samstag, 14. Jan 2012 / 09:13 Uhr / aktualisiert: Samstag, 14. Jan 2012 / 19:23 Uhr
Apple will mit der Veröffentlichung der Liste der Kritik an Missständen bei Zulieferern entgegentreten.
Apple will mit der Veröffentlichung der Liste der Kritik an Missständen bei Zulieferern entgegentreten.

San Francisco - Apple hat erstmals seine weltweite Zuliefererliste offengelegt. Der sonst so geheimniskrämerische US-Computerkonzern gab am Freitag überraschend die Namen seiner 156 meist in Asien ansässigen Lieferanten bekannt.

4 Meldungen im Zusammenhang
Damit sind nun 97 Prozent der Unternehmen publik, mit denen die Amerikaner bei der Herstellung ihrer iPhones, iPads und Mac-Computer zusammenarbeiten. Apple will mit der Veröffentlichung der Kritik an Missständen und schlechten Arbeitsbedingungen bei Zulieferern entgegentreten.

Die Liste birgt wenige Neuigkeiten. Neben Foxconn sind unter anderem der taiwanesische Konzern Hon Hai Precision und Samsung Electronics aufgeführt. Auch die deutsche Infineon gehört dazu.

Zuletzt hatte vor allem Apple-Lieferant Foxconn immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Dort kam es im vergangenen Jahr zu einer Reihe an Selbstmorden. Zudem gab es Nachrichten von verheerenden Arbeitsbedingungen.

Regelmässige Kontrollen

Apple nimmt nach eigenen Angaben seit Jahren regelmässig Überprüfungen vor und fasste diese nun zusammen. Demnach fand der Konzern bei seinen Zulieferern sechs Fälle von Kinderarbeit sowie 13 Fälle, in denen zuvor Minderjährige als Arbeitskräfte eingestellt worden waren.

Zudem führte Apple in dem 500 Seiten umfassenden Bericht weitere Verstösse wie zu schlechte Bezahlung und die Verletzung von Umweltauflagen an, gab jedoch nicht an, wo dies geschah.

«Mit jedem Jahr erweitern wir unser Programm, schauen uns unsere Zuliefererkette genauer an und machen es schwerer, die Auflagen zu erfüllen», sagte Apple-Chef Tim Cook der Nachrichtenagentur Reuters. All das bedeute, dass die Belegschaften «mit jedem Jahr besser und besser behandelt» würden. Allerdings müsse noch viel getan werden, gab Cook zu.

Die Veröffentlichung wird von Beobachtern als weiterer Hinweis gesehen, dass Cook den Konzern nach dem Tod von Steve Jobs transparenter ausrichten will. Während Jobs ein Verfechter davon war, so wenig wie möglich bekanntzugeben, beschreitet Cook mit der Veröffentlichung der Zulieferer-Kette einen neuen Weg.

(asu/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Taipeh - Apple-Zulieferer Foxconn hat die Gehälter seiner Angestellten in China ... mehr lesen
2010 gab es in einem Foxconn-Werk in Shenzen eine Reihe von Selbstmorden von Angestellten.
Tim Cook, Konzernchef von Apple
Cupertino - Das hat es zu Zeiten von Steve Jobs nicht gegeben: Kaum veröffentlicht die «New York Times» einen kritischen Bericht über den Arbeitsalltag bei Apple-Zulieferern in China, ... mehr lesen
Taipeh - Nach der Explosion in einem chinesischen Werk des Apple-Zulieferers Foxconn ist die Zahl der Todesopfer auf drei gestiegen. Der Unfall in der Stadt Chengdu im Südwesten Chinas wurde offenbar durch eine «Explosion brennbaren Staubes in einer Leitung» verursacht. mehr lesen 
Taipeh - Der weltgrösste Elektronikhersteller Foxconn will hunderttausende Arbeiter aus Shenzhen im Südwesten Chinas in die Mitte des Landes verlagern. Grund dafür sind die tieferen Produktionskosten in dieser Region, teilte das Unternehmen am Freitag mit. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
In Zukunft bessere Privatsphäre auf Googles Android-Handys.
In Zukunft bessere Privatsphäre auf Googles ...
Publinews Kampf dem Tracking  Nachdem Apple das ungefragte Werbetracking von Apps eingeschränkt hat, zieht nun Konkurrent Google nach. Wenn im August das neue Betriebssystem Android 12 auf die ersten Mobilgeräte gespielt wird, dann kann der/die Benutzer:in die Werbe-ID AAID vollständig vor Zugriffen verstecken und damit das Werbetracking stark erschweren. mehr lesen  
WLAN-Patente verletzt  Das renommierte California Institute of ... mehr lesen
Die Anzahl der betroffenen Geräte ist enorm.
Apple verdiente im letzten Jahr 65,6 Mrd. Dollar. (Symbolbild)
Apple verdiente weltweit am meisten  Wien - Im vergangenen Jahr haben die grössten europäischen und US-Konzerne weniger verdient. Die amerikanischen Unternehmen kamen dabei im Durchschnitt besser davon als ihre ... mehr lesen  
Wird das ein Erfolg?  San Francisco - Apple steigt mit einer Milliarde Dollar beim ... mehr lesen  
Der Erfolg von Uber lässt Apple nicht kalt. (Symbolbild)
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=861&col=COL_2_1
Wer sich nicht so gut mit dem Messenger auskennt, der sollte grundsätzlich bei unbekannten Nummern vorsichtig sein.
eGadgets Vorsicht: WhatsApp-Klau via GSM-Codes Bei der Verwendung eines Smartphones stehen einem ...
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 15°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 14°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 12°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 12°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 15°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 15°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 23°C 30°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten