«Arctic Sea»: NATO war stets informiert
publiziert: Samstag, 22. Aug 2009 / 09:53 Uhr / aktualisiert: Samstag, 22. Aug 2009 / 11:55 Uhr

Moskau - Der vorübergehend entführte Frachter «Arctic Sea» war laut einem Zeitungsbericht entgegen offiziellen Angaben nie verschollen. Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, hat die NATO angeblich immer gewusst, wo sich der Frachter befand.

Russland wollte den Fall «Arctic Sea» offenbar selbst lösen. (Archivbild)
Russland wollte den Fall «Arctic Sea» offenbar selbst lösen. (Archivbild)
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«Man hat seinen Weg durch den Ärmelkanal, durch die Biskaya und vor der portugiesischen Küste permanent verfolgt», zitierte die Zeitung aus NATO-Kreisen.

Die russische Regierung habe jedoch von Anfang an darauf bestanden, das Problem selbst zu lösen. «Da haben wir uns bewusst rausgehalten. Sonst hätte es mächtige Verwicklungen gegeben», hiess es demnach bei der NATO.

Die NATO hat bislang offiziell erklärt, sie habe Russland bei der Suche nach dem Schiff unterstützt. Die angeblich mit Holz beladene «Arctic Sea» war am 23. Juli nach Algerien aufgebrochen.

Verdächtige verhaftet

Einen Tag später verschwand das Schiff, das unter maltesischer Flagge fährt und im Auftrag einer finnischen Reederei unterwegs war. Die mysteriöse Fahrt endete am Montag vor der Küste der Kapverden, wo ein russisches Kriegsschiff den Frachter stoppte.

Auf dem Schiff nahm die Marine neun Verdächtige - zwei Russen, sechs Esten und ein Lette - in Gewahrsam. Nach ihrer Befragung an Bord wurden die mutmasslichen Piraten nach Moskau gebracht. Ein Moskauer Gericht genehmigte inzwischen offiziell die Festnahme der neun Männer wegen der Kaperung des Frachters. Diese weisen die Vorwürfe zurück.

(ht/sda)

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