Argentinien will keine Wiederholung von 2002

publiziert: Freitag, 16. Jun 2006 / 07:40 Uhr / aktualisiert: Freitag, 16. Jun 2006 / 08:32 Uhr

Die Favoriten in der Gruppe C können am Freitag schon vor dem letzten Spieltag alles klar machen.

Argentinien hat gegen die Elfenbeinküste einen überzeugenden Start hingelegt.
Argentinien hat gegen die Elfenbeinküste einen überzeugenden Start hingelegt.
Gewinnen Argentinien (gegen Serbien-Montenegro) und Holland (gegen die Elfenbeinküste) auch ihren zweiten Match, stehen beide in den Achtelfinals. Den zweiten Sieg visiert in der Gruppe D auch Mexiko (gegen Angola) an.

Argentinien hat beim 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste einen überzeugenden Start hingelegt. Nun soll den Südamerikanern aber nicht Ähnliches widerfahren wie vor vier Jahren an der WM in Japan und Südkorea.

Auch damals starteten die «Gauchos» mit einem Sieg gegen ein afrikanisches Team (1:0 gegen Nigeria). Doch dann folgte eine 0:1-Niederlage gegen England und ein 1:1 gegen Schweden. Damit war der zweifache Weltmeister ausgeschieden.

Messi muss noch warten

In Argentinien warten viele ungeduldig auf den ersten Einsatz des 18-jährigen Jungstars Lionel Messi, der mit einer Verletzung am Oberschenkel ins WM-Camp eingerückt war und deshalb im Startspiel noch auf der Bank sass.

Nun zog sich Messi im Training vom Mittwoch auch noch eine Blessur am Knöchel zu. Der Arzt gab zwar inzwischen Entwarnung, spielen wird der Jüngling aber zumindest zu Beginn nicht.

Bei Serbien-Montenegro steht Stürmer Savo Milosevic vor seinem 100. Länderspiel, aber zumindest in der Startelf wird er wohl nicht stehen. Gegen die eher kleingewachsenen argentinischen Innenverteidier Ayala und Heinze dürfte der 2,02-m-Riese Nikola Zigic zum Zug kommen.

Vor einer besonderen Partie steht Mladen Krstajic. Der serbische Abwehrchef von Schalke 04 spielt heute in Gelsenkirchen in «seinem» Stadion.

Orange vs. Orange

Stuttgart rüstet sich für ein Fest in Orange, aber nicht allein weil die Holländer spielen. ´Oranje´ ist auch die Farbe des Gegners, der Elfenbeinküste. Die Elefanten, wie sie in ihrer Heimat genannt werden, werden aber nicht in ihren gewohnten Trikots auflaufen. Orange ist Holland vorbehalten, die Elfenbeinküste spielt in Weiss.

Die afrikanischen Teams haben in Deutschland einen kapitalen Fehlstart hingelegt. Vier der fünf Mannschaften verloren ihr Startspiel, nur Tunesien (und das gegen Saudi-Arabien) verbuchte einen Punkt. Dennoch spricht Hollands Coach Marco van Basten respektvoll über den heutigen Gegner: «Die Elfenbeinküste verfügt über ein starkes Team mit Spielern aus allen grossen Ligen Europas.»

Vom 1:0-Starterfolg über Serbien-Montenegro lässt sich Van Basten zudem nicht blenden. Er geht zwar mit unveränderter Startelf ins zweite Spiel, aber er sagt auch: «Wir müssen variabler spielen und nicht nur immer über Arjen Robben angreifen. Wir haben auch noch einen rechten Flügel.»

Der orange Vergleich verspricht zudem einige interessante Duelle. Da ist einerseits das Treffen der beiden Torschützen aus dem Startspiel, Arjen Robben und Didier Drogba, die gewöhnlich im Verein bei Chelsea Seite an Seite stürmen. Und die beiden Abwehrspieler Emmanuel Eboué und Kolo Touré, bei Arsenal Verteidiger-Kollegen von Philippe Senderos, müssen ihren Klubkameraden Robin van Persie stoppen.

Zum Familien-Duell kommt es allerdings nicht: Van Basten trieb lange und letztlich vergeblich die Einbürgerung von Salomon Kalou voran, dessen Bruder Bonaventure für die Elfenbeinküste spielt.

Mexikos Erinnerung an Hannover

Mexiko besiegte zum Auftakt den Iran mit 3:1, und wenn nun auch noch gegen Angola ein Sieg gelingt, dürften sich die Mexikaner wohl keine Sorgen mehr machen müssen im Hinblick auf die Qualifikation für die Achtelfinals, die sie schon an den letzten drei Endrunden immer erreicht hatten.

Die Mexikaner treten am Freitagabend (21.00 Uhr) in Hannover an, in jenem Stadion, an das sie mit schönen Erinnerungen verbindet. Hier schlug Mexiko letztes Jahr am Konföderationen-Cup in der Vorrunde Brasilien mit 1:0.

Stürmer Jared Borgetti hat sich im ersten Spiel am Oberschenkel verletzt und muss ersetzt werden. Für ihn soll Omar Bravo, der zweifache Torschütze im Match gegen den Iran, als Partner von Guillermo Franco in die Frontreihe rücken.

Angola engagierte nach der 0:1-Niederlage gegen Portugal einen Psychologen. «Er spricht mit den Spielern über Geist und Nerven und versucht ihr Selbstvertrauen zu stärken», berichtete der Teamsprecher: «Ich weiss nicht genau, was er mit ihnen macht, aber sie kommen aus den Sitzungen und lachen...»

Argentinien - Serbien-Montenegro (Gruppe C)
15.00 Uhr. -- WM-Stadion Gelsenkirchen. -- SR Rosetti (It).

Argentinien: 1 Abbondanzieri; 21 Burdisso, 2 Ayala, 6 Heinze, 3 Sorin; 18 Rodriguez, 8 Mascherano, 22 Gonzalez; 10 Riquelme; 7 Saviola, 9 Crespo.

Serbien-Montenegro: 1 Jevric; 4 Duljaj, 6 Gavrancic, 20 Krstajic, 3 Dragutinovic; 17 Nadj; 7 Koroman, 11, Predrag Djordjevic, 10 Stankovic; 8 Kezman, 19 Zigic.

Bemerkungen: Serbien-Montenegro ohne Vidic (verletzt).

Holland - Elfenbeinküste (Gruppe C)
18.00 Uhr. -- Gottlieb-Daimler-Stadion Stuttgart. -- SR Ruiz (Kol).

Holland: 1 Van der Sar; 14 Heitinga, 13 Ooijer, 4 Mathijsen, 5 Van Bronckhorst; 18 Van Bommel, 20 Sneijder, 8 Cocu; 17 Van Persie, 9 Van Nistelrooy, 11 Robben.

Elfenbeinküste: 1 Tizié; 21 Eboué, 4 Kolo Touré, 12 Méité, 3 Boka; 5 Zokora, 19 Yaya Touré; 18 Keita, 15 Dindane, 2 Akalé; 11 Drogba.

Mexiko - Angola (Gruppe D)
21.00 Uhr. -- WM-Stadion Hannover. -- SR Maidin (Singapur).

Mexiko: 1 Sanchez; 5 Osorio, 4 Marquez, 3 Salcido; 16 Mendez, 7 Zinha, 8 Pardo, 23 Perez, 14 Pineda; 19 Bravo, 10 Franco.

Angola: 1 Joao Ricardo; 20 Loco, 3 Jamba, 5 Kali, 21 Delgado; 8 André; 17 Zé Kalanga, 7 Figueiredo, 11 Mateus, 14 Mendonça; 10 Akwa.

Bemerkungen: Mexiko ohne Borgetti (verletzt).

(bert/Si)

 
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