Argentinier entscheiden bei Kongresswahl über Kirchners Machtgefüge

publiziert: Sonntag, 28. Jun 2009 / 15:54 Uhr

Buenos Aires - In Argentinien hat die Kongresswahl begonnen, die der Partei von Präsidentin Cristina Kirchner herbe Verluste bescheren könnte. Bei der Abstimmung werden 129 der 257 Sitze im Abgeordnetenhaus und 24 der 72 Mandate im Senat von Buenos Aires neu vergeben.

Die Argentinische Präsidentin Cristina Kirchner.
Die Argentinische Präsidentin Cristina Kirchner.
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Umfragen zufolge drohte Kirchner und ihrem Mann Néstor, dem Chef der Peronistischen Partei, ein Machtverlust in beiden Kongresskammern. Die Wahllokale sollten um 23.00 Uhr MESZ schliessen.

Gestützt auf die Mehrheiten der Peronistischen Partei im Abgeordnetenhaus und im Senat hatte Cristina Kirchner bisher eine auf Verstaatlichungen und Industrialisierungen setzende Wirtschaftspolitik verfolgt. In der Finanzkrise sind in Argentinien jedoch die marktliberalen Kräfte erstarkt.

Zudem befinden sich die Beliebtheitswerte der Präsidentin angesichts einer Steuererhöhung auf Soja-Exporte im Sinkflug. Sie erhält derzeit nur noch rund 30 Prozent Zustimmung.

(bert/sda)

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