Asylbewerber in Siebnen niedergeschlagen und ausgeraubt

publiziert: Freitag, 2. Jan 2004 / 18:06 Uhr

Siebnen - Unbekannte haben in Siebnen SZ einen Asylbewerber mit einem Baseballschläger niedergeschlagen und ausgeraubt. Er erlitt an beiden Armen leichte Verletzungen. Ein weiterer Asylbewerber wurde ebenfalls in der Nähe des Bahnhofs Siebnen bedroht.

Wurde der Asylbewerber von Neonazis zusammen geschlagen?
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Die beiden Vorfälle ereigneten sich bereits am Dienstagabend, wie die Kantonspolizei Schwyz mitteilte. Der eine Asylbewerber, ein 19-Jähriger aus Sierra Leone, entfernte sich kurz nach 10 Uhr vom Bahnhof Siebnen, als er von zwei Unbekannten verfolgt wurde.

Die beiden unbekannten Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren holten den Asylbewerber ein. Einer von ihnen schlug mit einem Baseballschläger mehrmals auf den am Boden liegenden Asylbewerber. Danach raubten sie ihm das Portemonnaie mit rund hundert Franken Bargeld und ein Mobiltelefon.

Rund eine Stunde später begab sich ein 18-jähriger Asylbewerber aus Liberia vom Bahnhof Siebnen auf den Heimweg. Dabei bemerkte er, dass er von einem Personenwagen verfolgt wurde. Aus Angst rannte der Asylbewerber weg und versteckte sich.

Zwei Männer stiegen aus dem Auto und sprachen gegen den Asylbewerber mehrere Drohungen aus. Laut der Polizei könnte es sich um die gleichen Täter handeln, die zuvor den 19-Jährigen aus Sierra Leone überfallen hatten.

Im Rahmen der Einvernahmen fand die Kantonspolizei Schwyz zudem heraus, dass in der Nacht auf den 27. Dezember vor dem Asylbewerberheim Chrummbitzi in Siebnen eine brennende Flasche gefunden worden war, die geringen Sachschaden verursacht hatte. Personen kamen dabei nicht zu Schaden.

In der gleichen Nacht war auch ein Brandanschlag auf das Asylbewerberheim von Bäch SZ verübt worden. Unbekannte hatten einen Molotow-Cocktail gegen das Haus geworfen. Ein Asylbewerber erwachte jedoch rechtzeitig und verhinderte einen Brand.

(tr/sda)

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