Atomgespräche ergebnislos vertagt

publiziert: Dienstag, 21. Feb 2006 / 17:25 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 2. Mrz 2006 / 14:50 Uhr

Moskau - Die Verhandlungen über das russische Kompromissangebot im Atomstreit mit Iran sind ohne Ergebnis vertagt worden.

Der russische Aussenminister Lawrow wollte nicht von einem Misserfolg sprechen.
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Die Gespräche sollen am Donnerstag in Teheran fortgesetzt werden.

Russlands Aussenminister Sergej Lawrow sagte, angesichts der geplanten Fortsetzung sei es zu früh, von Fehlschlag oder Erfolg zu sprechen. Der iranische Unterhändler Ali Hosseini-Tasch wertete die Gespräche vor dem Abflug aus Moskau positiv.

Hoffnung auf Abkommen

Er hoffe, dass es zu einem Abkommen mit Russland kommen werde, das die Bildung eines Joint Venture zur Anreicherung von iranischem Uran in Russland vorsehe, sagte Hosseini-Tasch laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

Die Verhandlungen gäben in einzelnen Punkten Anlass zu dieser Hoffnung. Teheran und Moskau hätten sich auf die «Grundzüge einer gemeinsamen Erklärung» geeinigt.

Taktik zur Zeitgewinnung?

Iran habe keinen Willen zu Zugeständnissen gezeigt, erklärte dagegen der Vorsitzende des aussenpolitischen Ausschusses im russischen Parlament, Konstantin Kossatschow.

Andere russische Experten nannten die Verhandlungen einen Versuch Irans, vor einer Weiterleitung des Atomstreits an den Weltsicherheitsrat Zeit zu gewinnen. Die entscheidende Sitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) findet am 6. März statt.

Gespräche in Teheran

Die russisch-iranischen Gespräche sollen am Donnerstag in Teheran fortgesetzt werden. Dann wird der Chef der russischen Atomenergiebehörde, Sergej Kirijenko, in Iran erwartet.

Unter anderem sind Treffen der iranischen Führung und ein Besuch des einzigen iranischen Atomkraftwerks Buschehr geplant, dass mit russischer Hilfe im Süden des Landes gebaut wird.

(bert/sda)

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